Brief an die Priester im Nachgang zum päpstlichen Schreiben „Amoris laetitia“

In Verschiedenes von Bischof Stefan Oster SDB31 Kommentare

Der folgende Brief mit Anhang entstand nach intensiven Beratungsgesprächen in mehreren Gremien mit Priestern, Diakonen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unseren Fach- und Beratungsstellen für Ehe und Familie. Er wurde zunächst – wegen des Focusses auf den Sakramentenempfang – an die Priester verschickt und anschließend zur Kenntnis an alle Diakone und pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum Passau weiter gereicht.

——

Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst in unserem Bistum,

einen herzlichen Gruß sende ich Ihnen allen aus Passau, verbunden mit herzlichem Dank für allen Einsatz in unserer Kirche für Gott und die Menschen.

Mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen einige Orientierungslinien vorschlagen für Ihre tägliche Praxis im Umgang mit dem neuen päpstlichen Schreiben „Amoris laetitia“ (Al) und den Konsequenzen daraus, besonders für Menschen, die in Situationen leben, die der Papst „irregulär“ nennt.

Ich tue dies ausdrücklich unter dem Vorbehalt, dass wir in der Bischofskonferenz in der nächsten Zeit sicherlich um gemeinsame Leitlinien ringen werden – und diese hoffentlich auch in eine handhabbare Vorlage für alle bringen können. Ein solches zu erwartendes Papier würde die folgenden Hinweise dann voraussichtlich überholen.

Auch sollen Sie wissen, dass wir uns in den nächsten Monaten darum bemühen werden, das Thema auf die Tagesordnung von Bildungs- und Einführungsveranstaltungen im Bistum zu bringen, besonders auch in Kooperation mit unseren Fachstellen, dem Referat Ehe und Familie und der Ehe-, Familien- und Lebensberatung.

Wie Sie wissen, ist der Text des Papstes recht umfangreich – und der weitaus größte Teil befasst sich mit dem Thema der Liebe in Ehe und Familie. Wie kann Liebe gelingen, wie Freundschaft und Partnerschaft, wie kann Erziehung der Kinder zu Glaube und Liebe gelingen? Dabei steht der Papst im tiefen Einklang mit der großen Tradition des Glaubens und der Lehre der Kirche. Und er gibt uns einen Text an die Hand, der gut lesbar ist, sehr menschen- und praxisnah – und der dennoch, und wohl auch gerade deshalb,  große Tiefe und Schönheit hat. Weil ich natürlich in diesem Schreiben nicht alles kommentieren kann und will, möchte ich Sie herzlich bitten, der Einladung des Papstes zu folgen und den Text langsam, Schritt für Schritt, vielleicht auch immer wieder zu lesen, und womöglich auch Teile daraus mit anderen zusammen, zum Beispiel in der Ehevorbereitung oder in der Begleitung von Ehepaaren. Es lohnt sich sehr.

Wie Sie ebenfalls wissen, ist es eine seit vielen Jahren diskutierte Frage, wie wir als Kirche Menschen begleiten können, die gläubig sind, die in einer ersten, sakramentalen Ehe Scheitern erfahren und dann in einer neuen partnerschaftlichen Verbindung leben. Die Frage hat sich in der öffentlichen Diskussion in der Regel sehr stark auf die Frage konzentriert, ja geradezu fixiert, ob diese Menschen zum Empfang der Eucharistie zugelassen werden können. Sie wissen, dass Ich dafür eingetreten bin, diese Frage nicht schnell und schon gar nicht leichtfertig mit einer einfachen Zulassung zu lösen. Zweierlei Aspekte sind für mich zentral, weswegen wir alle zu großer Sorgfalt im Urteil herausgefordert werden.

  1. Die Eucharistie als Hochzeitsmahl zwischen Bräutigam und Braut

Zum einen geht es um ein echtes und tiefes Verständnis der Eucharistie: Sie wird gefeiert zwischen Christus und seiner Kirche, zwischen Haupt und Leib, sie ist dichtestes Zeichen des neuen Bundes zwischen Gott und Mensch, der in den Bildern der Schrift seinen schönsten Ausdruck findet im Bild von Braut und Bräutigam. Wir feiern immer neu dieses „Hochzeitsmahl des Lammes“ zwischen dem unendlich treuen Christus und seiner Braut, der Kirche. Jede sakramentale Ehe ist in diesen unauslöschlichen Bund hineingestellt und bildet ihn auf ihre Weise ab. Freilich in endlicher und begrenzter Form, aber dennoch wahrhaft und wirklich.

Natürlich ist die Eucharistie auch vieles mehr als dieser Bund, z.B. wie der Papst so schön sagt, Nahrung für die Schwachen und nicht Belohnung für die Starken – weil wir alle auch als Sünder hinzutreten und immer neu der Stärkung bedürfen. Aber der neue Bund zwischen Gott und Mensch ist doch wesentlicher und zentraler Inhalt der Eucharistie, zentrale Wirklichkeit des eucharistischen Geheimnisses. Daher steht eine zweite Verbindung eines sakramental in erster Ehe verheirateten Menschen im Grunde zunächst einmal im Widerspruch zu dieser Wirklichkeit des ewigen Bundes zwischen Christus und seiner Kirche.

Und aus der Einsicht in diese Wirklichkeit wurde dann die bestehende, immer noch gültige und immer neu wiederholte Norm in der Kirche formuliert: Es gibt keinen Zugang zur Kommunion für Gläubige, die nach erster gültiger Ehe erneut in einer Partnerschaft mit einer anderen Person leben. Sie leben im Zustand des ständigen Widerspruchs zu ihrem ersten, unauflöslichen Ehebund, und damit eben auch im Widerspruch zum eucharistischen Geheimnis, in dem ihr Ehebund geschlossen wurde. Die Kirche hat bislang kontinuierlich vertreten, das sei grundsätzlich eine schwerwiegende Sünde, und auch Papst Franziskus wiederholt das in AL etwa dort, wo er zusammen mit den Synodenvätern sagt, dass „jeder Bruch des Ehebandes Gottes Willen zuwider läuft“ (291).

  1. Die Ehe zwischen Mann und Frau im eucharistischen Geheimnis

Der zweite Blick dieser Sicht der Dinge zielt auf die Betroffenen selbst. Tut sich derjenige einen Gefallen, wenn er sich die eucharistische „Stärkung für die Schwachen“ einfach nimmt oder beansprucht, obwohl er dafür im Augenblick nicht disponiert ist? Und um das klar zu sagen: „Würdig“ für den Empfang ist keiner von uns, daher sprechen wir zum Beispiel immer neu das Bußgebet am Anfang der Messe, daher gehen wir zum Beichten, um uns immer neu in das Geheimnis hineinzustellen. Aber es ist etwas anderes, in einem von außen wahrnehmbaren, objektiven Widerspruch zur ersten Ehe zu leben und zu bleiben (!), als eine einzelne, eher alltägliche Sünde zu begehen und die Kommunion zu empfangen mit dem Vorsatz, die Sünde eben nicht mehr begehen zu wollen. Es gibt also deutliche Unterschiede, in dem was uns in der rechten Weise für den Kommunionempfang disponiert. Die Kirche hat dafür auch die Möglichkeiten gefunden, die Geister zu unterscheiden. Leichtfertig sollte jedenfalls gar niemand von uns gehen, denn Paulus sagt uns: (1 Kor 11:27) „Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.“ Der undisponierte Empfang der Kommunion bringt also nicht notwendig Stärkung, sondern kann geistlich sogar entscheidend schwächen. Es wäre vergleichbar mit der Einnahme einer stark wirksamen Medizin, die aber mein Krankheitszustand gar nicht verträgt – und die ihn deshalb verschlechtert. Deshalb ist die kirchlich so streng erscheinende Norm nicht einfach nur gegen, sondern durchaus auch für die Menschen formuliert worden. Und wir Seelsorger haben auch in dieser Hinsicht Verantwortung.

  1. Geistliche Kommunion und die Wahrheit der Überlieferung

Inzwischen haben sich bei mir nicht wenige in „irregulären Situationen“ lebende Betroffene gemeldet, die die Wahrheit unserer kirchlichen Lehre für sich erkannt und daher z.B. den Schatz der geistlichen Kommunion für sich entdeckt haben. Ich lade alle ein, auch dieser kostbaren Tradition nachzugehen. Ich werde auch nicht selten ermutigt in Sachen Lehre konsequent zu bleiben – auch von Betroffenen, die den Weg der geistlichen Kommunion für sich gefunden haben und auch wenn ihr eigener Weg dadurch steiniger ist.

Es geht dabei nicht darum, um Betroffene zu strafen, sondern zunächst um die Wahrheit gläubiger Einsicht zu schützen. Papst Franziskus sagt ausdrücklich, die Kirche dürfe keinesfalls in den Geruch einer „Doppelmoral“ kommen (Al 300), auch bestehe „die schwerwiegende Gefahr falscher Auskunft, wie die Vorstellung, jeder Priester könne schnell ‚Ausnahmen’ gewähren (vgl. ebd.). Das heißt, dass wir alle zunächst anerkennen müssen, dass „niemals von den Erfordernissen der Wahrheit und der Liebe des Evangeliums“ (ebd.) abgesehen werden könne, sagt der Papst.

  1. Was ist neu?

Der neue Aspekt aber, den Franziskus aus meiner Sicht aufscheinen lässt, ist einer, der nun um der größeren Liebe, um der tieferen Hingabe willen, genau auf den konkreten einzelnen Fall jedes Menschen in seiner Komplexität, in seiner Geschichte von Gelingen und Scheitern, in seinen Zusammenhängen hinschauen lässt. Die Kirche, sagt Papst Franziskus, sei im Besitz einer soliden Reflexion über mildernde Bedingungen und Umstände im Blick auf die Schuld eines Menschen. Es sei daher nicht mehr möglich zu behaupten, „dass alle, die in irgendeiner so genannten ‚irregulären’ Situation leben, sich im Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben“ (301). Der Papst spricht hier von so genannten irregulären Situationen und meint nun nicht einfach nur wiederverheiratete Geschiedene, sondern eben alle Menschen, die außerhalb der Ehe in einer Partnerschaft miteinander leben, die die sexuelle Beziehung einschließt.

Wie ist die Sache mit diesem zitierten „Zustand der Todsünde“  zu verstehen? Nehmen wir an, ein Mensch in einer „irregulären Situation“ lebt wirklich aus dem Glauben an den Herrn und bezieht aus dieser Beziehung Kraft und die Fähigkeit zur Treue, zum Beispiel gegenüber einem (neuen) Partner,  besonders auch im Fall von Krankheit oder Schwierigkeiten, oder zum Beispiel in der Fürsorge für die Kinder, die da sind. Die Frage wäre also: Ist eine solche liebende Zuwendung automatisch schon deshalb nicht von der Gnade begleitet, weil einer ja im „Zustand der Todsünde“ gar nicht in der von Gott gemeinten Weise glauben und lieben könnte? Wäre eine solche liebende Zuwendung automatisch gnadenlos, also auch nicht ehrliche Liebe oder echtes Vertrauen, weil ja im Stand der schweren Sünde? Er hätte sich ja in diesem inneren Zustand von Gottes Gnade abgeschnitten? Oder kann es sein, dass jemand aus der Kraft des Glaubens auch dann noch viel liebt und vertraut, wenn seine Lebenssituation „irregulär“ ist? Wenn wir nun diese zweite Position bejahen, nämlich dass auch in der „irregulären Situation“ immer noch echter Glaube möglich wäre und damit auch Handlungen echter Liebe zu finden, wird man dann nicht auch berücksichtigen können, dass die „Liebe viele Sünden zudeckt“? (1 Petr 4,8, vgl. Spr 10,12).

Freilich, ich halte besonders auch aus der eigenen Lebens- und Seelsorgserfahrung an der Erkenntnis fest, dass wir alle uns die Rede von der Liebe nicht allzu leicht machen sollten. Christus meint eine Liebe, die an seiner Maß nimmt, eine Liebe, die göttlich ist, die absichtslos ist, die er in uns eingießen will. Und ich weiß auch aus leidvoller persönlicher Erfahrung, dass allzu schnell bestimmte Neigungen und Leidenschaften in uns sich den Namen „Liebe“ überstreifen, um letztlich irgendwie doch rechtfertigen zu können, was sie gerne hätten  – und nicht, was tatsächlich wahr oder Evangelium ist.

Und dennoch müssen wir immer neu fragen: Wie schreibt sich Gott auch in die konkreten, einzelnen, verschlungenen, oft gebrochenen Lebenswege der Menschen mit ein – und versucht sie zu immer größerer Klarheit und eben auch Liebesfähigkeit zu führen?

  1. Einige wesentliche Punkte für die seelsorgliche Praxis

Was ist mit diesen Überlegungen nun für die  Situation der Seelsorge in unserem Bistum gesagt und für das spezielle Problem des Kommunionempfangs für Menschen, die geschieden und wiederverheiratet sind? Folgende Punkte sind zentral:

  • Es geht für uns Seelsorger um mehr Barmherzigkeit und um wahrhaftigere Liebe, die immer an Christus Maß nimmt und auch an der Wahrheit des Evangeliums. Diese Liebe ist daher nicht billig, nie. Sie spricht auch weder in der einen noch in der anderen Richtung ein allzu schnelles Urteil.
  • Die schnelle Ausnahme bei der Sakramentenzulassung ohne intensives Hinsehen, Begleiten, Integrieren, ohne Konfrontation mit der tieferen Wahrheit des Evangeliums, ist daher nicht vorgesehen.
  • Aber das schnelle Urteil über Menschen in „irregulären Situationen“ unter bloßer Beharrung auf dem Gesetz ist eben auch nicht vorgesehen, nie. Vor allem dann nicht, wenn dahinter sich die heimliche Absicht des Seelsorgers verbirgt, die Mühe der Begleitung nicht auf sich nehmen zu wollen. Wir brauchen ein geistliches Urteilsvermögen im Licht der Wahrheit und Liebe des Herrn und seines Evangeliums.
  • Was wir gar nicht brauchen, ist demonstrative Zurschaustellung von „Ausnahmen“.
  • Was wir auch nicht brauchen ist Uneinheitlichkeit unter den Seelsorgern, die dazu führt, dass Gläubige allzu schnell sagen können: „Dann gehe ich eben zum Nachbarpfarrer, der ist großzügiger, da bekomme ich schneller, was ich möchte“.
  • Was wir dafür brauchen ist Ehrlichkeit, ist Barmherzigkeit, ist Tiefe, ist Begleitung, ist intensive Reflexion, ist Gebet, ist Demut, ist Diskretion.
  • Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass Menschen, die sich wirklich mit der Wahrheit des Evangeliums konfrontieren lassen, einen Weg gehen, einen längeren Weg der Buße, der Umkehr, der Klärung. Ich kann mir vorstellen, dass sie im Gespräch mit einem guten Begleiter wirklich die eigene Gewissensklärung lernen und vertiefen. Ich kann mir vorstellen, dass sie ehrlich verstehen, dass der Weg des Sich-enthaltens von der Kommunion dann als der wahrhaftigere auch mit dem Herzen verstanden wird. Und ich kenne solche Menschen, die sind aus meiner Sicht ein Segen für ihre Umgebung, weil sie gerade durch Ihre Treue zur Überlieferung die Wahrheit der Eucharistie bezeugen – auch im Zustand der „Irregularität“.
  • Ich kann mir aber auch vorstellen, dass ein solcher längerer Weg unter Einbezug der intensiven Reflexion, des Gebetes, der Begleitung, der ehrlichen Auseinandersetzung zur persönlichen Gewissensüberzeugung der einzelnen Gläubigen führt, dass der Zutritt für sie möglich erscheint. Der Papst sagt in AL 37 den wichtigen Satz: „Wir (die Seelsorger, S.O.) sind berufen, die Gewissen zu bilden, nicht aber dazu, den Anspruch zu erheben, sie zu ersetzen.“ Aber er sagt auch, dass bei einer solchen „aufrichtigen Suche nach dem Willen Gottes und in dem Verlangen, diesem auf vollkommenere Weise zu entsprechen, die notwendigen Voraussetzungen der Demut, der Diskretion, der Liebe zur Kirche und ihrer Lehre verbürgt sein“ müssen (AL 300).
  • Ein solcher Weg führt dann notwendig auch zur Frage nach dem Sakrament der Versöhnung. Den Zutritt auch zu diesem Sakrament, bzw. zur Lossprechung, kann kein Pönitent in einer „irregulären Situation“ einfach einfordern. Er setzt vielmehr den gemeinsamen Weg mit seinen Klärungen voraus (s. Anhang). Freilich wollen wir als Priester uns auch zu Herzen nehmen, was der Papst sagt, nämlich dass der Beichtstuhl keine Folterkammer sei, sondern ebenfalls ein Ort der barmherzigen, vergebenden Liebe des Vaters.
  • Ich möchte die Seelsorger bitten und ihnen ausdrücklich raten, diejenigen, die nach Prüfung ihres Gewissens entscheiden, zur Eucharistie hinzuzutreten, darauf hinzuweisen, dass ein solcher Schritt die Übernahme einer intensiven persönlichen Verantwortung für die Gläubigen selbst mit sich führt, weil sich hier jemand für eine Ausnahme von der kirchlichen Norm entscheidet, die an sich ja ihre volle Gültigkeit behält, wie Papst Franziskus bekräftigt.
  • Ich möchte auch raten, dass der verantwortliche Seelsorger in so einem Fall die Gläubigen auch ausdrücklich bittet, diesen Zutritt nicht demonstrativ zu tun, sondern diskret, um nicht Verwirrung zu stiften.
  • Ich habe – nach einigen Beratungen mit Mitbrüdern – überlegt, ob wir den Seelsorgern vor Ort für solche Fragen in der Begleitung von Menschen nicht auch Entlastung und weitere Hilfestellung anbieten könnten. Und so habe ich mit unserem Offizial Claus Bittner gesprochen als dem, der von Haus aus in Dingen, die das Eherecht betreffen, sehr erfahren ist. Und ich habe mit den Leitern unserer Bildungshäuser in Burghausen und Passau, Domkapitular Fischer und Domvikar Dr. Kirchgessner gesprochen. Alle drei sind bereit, zusätzlich beratend mit zur Seite zu stehen, sowohl für Priester vor Ort wie auch für um Rat fragende Gläubige aus dem Bistum. Ich bin guter Hoffnung, dass dort in Zusammenarbeit mit unseren oben genannten Fachleuten auch Formen von Begegnung und Veranstaltungen entwickelt werden, die die Thematik mit Begleitern und/oder Betroffenen weiter vertiefen.
  • Im Anhang zu diesem Brief finden Sie auch noch eine Zusammenstellung von unserem Offizial, die weitere hilfreiche Fragen und Gesprächsfelder für die Klärung eines Weges enthält.
  • Weil es zunächst im vorliegenden Schreiben vor allem um die Sakramentenordnung geht, wende ich mich mit diesem Schreiben zunächst vor allem an die Priester. Insgesamt aber ist die gesamte Thematik von „Amoris laetitia“ so umfangreich, dass wir uns das weite Themenfeld nach und nach erschließen müssen, vor allem etwa im Blick auf Vorbereitung und Begleitung von Eheschließung und bestehenden Ehen und Familien, aber natürlich auch im Blick auf Menschen, die Scheitern erfahren. Auch für all diese und weitere Felder haben wir ja mit unseren Referaten und Beratungsstellen (Referate Ehe und Familie und Sakramentenpastoral, die Ehe-Familien- und Lebensberatung und die Beratungsstellen der Caritas; ebenso Pater Ludger Werner mit dem Programm „Marriage Encounter“) ausgewiesene fachliche Kompetenzen im Bistum, die Sie gerne auch abrufen können.

Sie sehen, liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst, wir ringen um praktikable Linien, die die Glaubwürdigkeit unserer Kirche nicht schwächen, sondern stärken. Wir ringen darum, das Geheimnis von Ehe und Eucharistie zu vertiefen und ernst zu nehmen und wir ringen darum, dass wir zusammen mit dem Herrn einen Weg der Fürsorge, der Barmherzigkeit, der Liebe für die Menschen gehen wollen.

Ich bitte sehr darum, fühlen Sie sich zusammen mit mir mitverantwortlich für alle Seiten, für die Menschen, die wir begleiten sollen und dürfen, aber auch für die Wahrheit des Glaubens und für die Kirche. Lassen wir uns deshalb nicht ein auf die schnelle oder gar bequeme Befriedigung von Bedürfnissen und Ansprüchen. Sondern gehen wir im Licht der Barmherzigkeit und der Wahrheit einen gemeinsamen Weg mit den Menschen. Niemand ist zu verurteilen und jeder Mensch darf wissen, dass er mit seiner Sehnsucht nach Gott und nach Annahme in der Kirche bei uns willkommen ist.

Ich danke Ihnen allen von Herzen für alle Geduld und Mühe! Ich bin Ihnen in der Freude am Herrn ehrlich verbunden und erbitte Gottes Segen für sie alle.

Ihr Bischof

Dr. Stefan Oster SDB

—–

Anhang – erstellt von Offizial Claus Bittner

Gesprächsfelder zur Gewissenserforschung einer Person (=Bittsteller), die in „irregulären“ Verhältnissen lebt, und in der Begleitung durch den Priester Kommunionzulassung erbittet

Zur Aufarbeitung der gescheiterten Ehe und aktuellen Lebenssituation:

Wurde fachlicher Rat zur gescheiterten Erstehe und Lebensgeschichte gesucht (Arzt, Therapeuten, Seelsorger etc.)? Ergebnisse dieser Beratungen?

Ist die erste Ehe des Bittstellers unheilbar zerrüttet und ohne Chance einer Wiederaufnahme?

Wurde ein kirchenrechtliches Eheverfahren zur Klärung der Situation erwogen oder versucht?

Ergebnis?

Zur Erstehe:

Gab es bei deren Eingehen Fakten, die den Bittsteller zur Überzeugung kommen lassen, seine erste Ehe sei ungültig (z.B. Unreife, psychische Probleme, Vorbehalte, Einflussnahme Dritter, Täuschung) (AL 298)?

Wie kam es zum Scheitern der Erstehe?

Wurden Hilfen zur Rettung der Erstehe gesucht und Versöhnungsversuche gemacht (AL 298+300)? Von wem? Ergebnis?

Worin bestand die Ursache für das Scheitern der ersten Ehe?

Ist diese Ursache für die aktuelle neue Partnerschaft und Zukunft definitiv ausgeräumt

Wer hatte Schuld am Scheitern der Erstehe? In welchem Maß der Bittsteller (AL 298)?

Hat sich der neue Partner des Bittstellers schuldhaft in die Erstehe eingemischt und sie dabei zerstört?

Hat der Bittsteller eine Vorehe seines aktuellen Partners schuldhaft zerstört (um die eigene aktuelle Partnerschaft zu ermöglichen)?

Zu den Nachkommen:

Wie sind die Nachkommen aus der ersten Ehe versorgt – materiell und menschlich?

Wird die Verantwortung des Bittstellers ihnen gegenüber wahrgenommen (AL 300)?

Wie stehen die Nachkommen der ersten Ehe zur neuen Partnerschaft des Bittstellers?

Wie sind die Nachkommen aus der zweiten Ehe versorgt – materiell und menschlich, (die eigenen und auch diejenigen, die der neue Partner mit in die Beziehung gebracht hat)?

Wird die Verantwortung des Bittstellers ihnen gegenüber wahrgenommen?

Zu späteren Partnerschaften und zur Zweitehe des Bittstellers:

Gab es vor der aktuellen Partnerschaft weitere Beziehungen des Bittstellers (nach der Erstehe)?

Lebt der Bittsteller gar in häufig wechselnden Partnerschaften?

Ist die neue Ehe stabil und von Dauer – „im Lauf der Zeit gefestigt, mit neuen Kindern, mit erwiesener Treue, großherziger Hingabe, christlichem Engagement, mit dem Bewusstsein der Irregularität und großer Schwierigkeit, diese zurückzudrehen“ (AL 298)?

Was tun die aktuellen Partner, um neuen Brüchen und Problemen vorzubeugen (AL 307)?

Ist im Leben des Bittstellers ein Reifen und Wachsen im Glauben, in der Treue zum Evangelium, in der gelebten Partnerschaft zu erkennen?

Zum Umgang mit dem ehemaligen Partner:

Besteht (noch) eine Verantwortung gegenüber dem ehemaligen Partner – menschlich oder materiell? Wird sie vom Bittsteller wahrgenommen (AL 300)?

Gelingt ein sachlicher Umgang der beiden ehemaligen Partner?

Kann der Bittsteller Verzeihung und Barmherzigkeit leben, die er selbst für sich von der Kirche erbittet?

Oder werden Rachegefühle gehegt oder gar gelebt?

In der Öffentlichkeit:

Wie lebt der Bittsteller seinen Glauben?

Engagiert sich der Bittsteller im Leben der Pfarrei?

Wie ist das Ansehen des Bittstellers in der Pfarrei angesichts seiner Lebensgeschichte (AL 300) – ist die Vorgeschichte des Bittstellers mit der Erstehe überhaupt bekannt?

Zeigt der Bittsteller Demut und Reue angesichts seiner Situation oder stellt er diese „öffentlich zur Schau als sei sie Teil des christlichen Ideals“ (AL 297)?

Würde seine Kommunionzulassung Anstoß erregen (AL 299) oder würden die übrigen Gläubigen dem Bittsteller dies gönnen?

Quellen in AL sind vor allem: 297, 298, 299, 300, 305, 306, 307

 

 

 

Kommentare

  1. Gudrun Wasserfaller

    Sehr geehrter Herr Bischof,

    bitte wenn ich fragen darf“
    Warum wird WV ständig in Zusammenhang mit der hl.Eucharestie gebracht“?
    Eigentlich sind diese Bereiche voneinander zu trennen.
    Gott sagt ganz genau wie mit Scheidung und anderen Sünden wie Ehebruch Hurerei Gotteslästerung usw.umzugehen ist.
    Wenn ich den Herrn wirklich empfangen will und aus ganzem Herzen liebe ,wo liegt das Problem dann auch Opfer zu bringen und sich von sex.Enthaltsamkeit berühren zu lassen.Wo liegt das Problem in der neuen Ehe auch eine neue Form zu leben und damit Gott zu dienen .Ist er das nicht wert?oder eben die hl Kommunion dann im hl.Geist ,also geistig zu empfangen so mir das Opfer zu groß erscheint.Es ist ja auch möglich um diese Gnade zu beten.Auch eine Ehe in Enthaltsamkeit kann schön sein und Erfüllung finden.
    Es gibt bei Scheidung nur eine Ausnahme und die ist,wenn der Ungläubige sich trennt,da muss genau geprüft werden ob es so ist.
    .Liebe erfüllt nicht all unsere Wünsche und jede Entscheidung bringt Konsequenzen des Verzichts und der Enthaltsamkeit.
    Menschen können doch auch zum Altar kommen und sich segnen lassen dass ist ja kein Ausschluss sondern ein Schutz
    Den Kindern gehört ja auch vor der Erstkommunion schon dss Himmelreich.
    Gott schaut auf unschuldige Herzen,er hat Judas das Brot gereicht ihm der den Herrn trotzdem verraten hat wurde es zum Gericht.Er der ohne Reue war oder zu spät.
    An Tagen wo ich denke dass ich wirklich noch Einiges zu bereinigen hätte ,würde ich es schön finden einfach mit den Händen am Herzen zum Altar zu gehen und Segen zu empfangen.So wäre gar nicht zu erkennen ,wer warum nicht empfängt.Oder anders empfängt.
    Die hl.Eucharestie ist meines Erachtens unabhängig vin WV zu behandeln und zwar für jeden Christen.
    Paulus sagt dass die hl Kommunion dann zum Gericht wird wenn wir nicht zutiefst begreifen dass wir den hl Leib unseres Herrn empfangen.
    Ich denke da muss vom Priester bis hin zum Kleinsten sich Jeder ,wie Paulus sagt“selbst“prüfen damit es ihm nicht zum Gericht wird.
    Daher finde ich ,wenn die hl.Eucharestiefeier wieder eine „alte Form“bekäme wäre es sinnvoller als darüber zu diskutieren wer geht und wer nicht.Der Mensch muss wissen dass der hl.Leib zum Gericht wird wenn er erstens unrein und zweitens unwürdig empfangen oder auch verteilt wird.
    Da ist schon Vieles von beiden Seiten verkehrt gelaufen.
    Da müssen wir alle in vielen Dingen umkehren und Buße tun.
    Die hl. Eucharestiefeier braucht eine ganz neue Gestaltung und der Zusammenhang mit Ehescheidung gehört gesondert betrachtet weil unwürdige Kommunion beinahe ohne Ausnahme uns alle betrifft
    Die hl Kommunion ist immer eine Erstkommunion schauen wir doch den Unterschied an wie damit umgegsngen wird ,vll gehört den Kindern deshalb das Himmelreich.?
    Ich habe noch alles in Erinnerung von diesem gnadenvollen Tag.Die Frage,was wurde in den 50Jahren der Modernisierung anders?
    Ist die Heiligkeit ein Ritual geworden?

    Mögen Sie lieber Herr Bischof durch Gottes hl.Geist dem Weg der Wahrheit treu bleiben.
    Mögen wir zum Ursprung der hl.Schrift zurückfinden,denn die Liebe Gottes schenkt uns nur das was für unser Seelenheil gut ist.
    Die Priester haben die Pflicht der Lehre und Rrmahnun . Das Recht sich dahi gehend auch treu zu sein ,doch wenn ein starrsinniger Mensch daran festhält ,trotz Mahnung etwas ertrotzen will dann geht ihm anscheinend nicht um Christus der sich für ihn hi gegeben hat.Wenn dann bewust dagegen gelebt wird hat er es selbst zu verantworten.
    Wir können nür Sühnen und Weinen um Gnade bitten,denn Gott hat den freien Willen geschenkt. dieser dient dem Heil und auch dem Verderben.
    Wer reumütig ist dem wird sich der Herr nicht verschliessen,und Gott selbst wird nit dem bekehrten Menschen Wege finden zb die Enthaltsamkeit von sex Wünschen oder HlKommunion.Das bedeutet jedoch nicht dass der Mensch die Gnade verloren hat
    Welch Freude wenn wir aus reinem Herzen unsrrem Heiland „Opfer“bringen dürfen.
    Wer ihn von Herzen liebt dem wird es zum eigenen Seelenheil
    Überhaupt kein Problem sein.
    Gott ist wichtiger als alles Andere und es gibt keinen Weg mit Ihm der nicht von Verzicht Sühne und Gebet begleitet ist.
    Gerade Verzicht und Sühne können schon ein irdisches Fegefeuer darstellen damit es im ewigen Leben durch Gnade bereinigt ist
    „Es wendet sich Alles zum Besten für jene die Ihn lieben“
    Wenn wir Gott über alles lieben ,dann stimmt auch die Liebe zu sich und dem Nächsten.
    Wer Gott liebt,liebt die Wahrheit!

    GW

  2. Gudrun Wasserfaller

    Wenn die Kirchenväter uns die Sünde anhand der hl Schrift nicht mehr aufzeigen dürfen oder wollen weil sie die Konfrontatiin scheuen dann haben wir dann noch die hl Kirche Christi ?
    Woran sollten wir denn die Sünden erkennen?Was führt uns dann noch in den Beichtstuhl sind sie deshalb leer?
    Ich denke es gibt die Gnade des“irdischen Fegefeuers“wir sollten die Zeit auskosten und wenn es sein muss unserem Herrn ein Leben lang in Liebe dienen indem wir die Zucht Gottes,die Konsequenz und Sühne annehmen und vll muss unsere Seele dann im ewigen Leben nicht mehr so vielen Sünden ins Auge schauen mit denen wir unseren Herrn so traurig gemacht haben.
    Bitte verkehren wir nicht die Gnade mit falsch verstandener Barmherzigkeit.Gott ist überbarmherzig indem er uns überhaupt eine Chance gibt.
    Wir sind doch aus Staub gemacht und ohne Ihn sind wir Staub.Ohne seine hl Schöpferkraft?

    Gott liebt uns alle jedoch nicht unsere Sünde und Sünden müssen wir uns konsequent entsagen.
    Das ist unser Taufgelübde.
    „Widersagt ihr…“?

    Ich bin der Weg ,die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“

    Christus ist Alles in Allem an Heiigkeit.
    Wir empfangen Ihn so selbstverstädlich,haben wir vergessen dass er Heilug ist???
    Haben wir vergessen dass die Mutter des Herrn von Niedrigkeit sprach.
    Der Herr wird die Niedrigen erhöhen,er hat es zugesagt znd er ist treu.

    Gott ist Heilig ,mögen sich unsete Herzwn erinnern es geht um Gott und nucht wirkluch um uns.

    GW

  3. Marina Wagner

    Sehr geehrter Bischof Oster,
    was in dem Text fehlt, ist eine Aussage dazu, ob zivil Wiederverheiratete denn nun, enthaltsam, mit ihrem Partner zusammen bleiben, oder sich wieder von ihm trennen sollten. Unabhängig davon, wie Leute das finden, ist die kirchliche Position dazu interessant.

  4. Gudrun Wasserfaller

    Sehr geehrter Gerr Biachof ,

    Gott sagr“Sie werden ein Fleisch sein“
    Bedeutet dass in Bezug auf Ehe die die fleischliche Vereinigung?
    Wie ist Ehe aus Ihrer Sicht bibllsch definiert?
    Die Kirche gehr davon aus ,dass standesamrliche Ehen kirchenrechtlich ungültig sind.
    Kann eine Ehe ohne gelebten Glauben dann im Sinne Gottes überhaupt Ehe sein?Beginnt sie im Fleisch?
    Wo beginnr Ehe und was ist Ehe?
    Kirchlich getraute Menschen voll Hass und Zorn?Ist das Ehe?
    Gott hat mir eine Frau anvertraut die standesamtlich verheiratet ist,sie will sich aufgrund schlimmer Erlebnisse scheiden…was da?
    Kann sie gehen,soll sie gehen da diese Ehe nicht zählt vor Gott?
    Obwohl sie ein Fleisch sind?

    Eine Abtreibung war vor der Ehe ,darf jeder Priester von dieser Sünde freisprechen oder nur ein Bischof.?

    Gott hat mir eine scwere Aufgabe zugeteilt deshalb bitte ich vielmals Sie um Antwort ,

    Vorerst braucht sie den Herrn ,das ist klar aber wie sind die anderen Umstände zu betrachten?

    Auch solche Menschen gehen zur hl.Kommznion ohne zu wissen was sie tun

    Christsein ist nicht mehr so einfach ,wenn Gott uns von Blindheit heilt und Verantwortung zumutet vor allem ,wenn gar nicht klar ist ,was Ehe überhaupt ist.

    Bitte zm Antwort
    GW

    1. Manfred Smola

      Als persönlich Betroffener ist es mir schon sehr wichtig, dass ich nicht von irgendjemanden sozusagen in eine Falle gelockt werde, die mir suggeriert, ich dürfe die Kommunion ruhig empfangen, wenn ich nur selbst mit meinem eigenen Gewissen im Reinen wäre. Zunächst einmal muss ich mein Gewissen nach dem ausrichten, was der Wille Gottes ist. Die Kirche hat sich bisher bereits glasklar geäußert, unter welchen Voraussetzungen der Empfang der Hl. Hostie möglich ist. Ich muss also abwägen, was mir wichtiger ist. Meine Verhältnisse so zu ordnen, dass ich mit Gott wieder ins Reine komme (incl. Enthaltsamkeit) oder andernfalls auf die Kommunion zu verzichten. Ich behaupte nicht, dass dieser Weg einfach ist. Aber ich will mir auch nicht selbst das Gericht zuziehen, wenn ich den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus (bitte beachten: Realpräsenz! Es ist nicht nur einfach ein Stück Brot) unwürdig empfange. Mit der Gnade Gottes kann alles gelingen! Ich hoffe sehr, dass der einfühlsame Brief von S. E. Bischof Dr. Oster in diesem Sinne auch von allen Gläubigen aufgenommen wird, und niemand eine falsche Gewissensentscheidung trifft. Niemand braucht sich deshalb von der Kirche ausgestoßen oder benachteiligt fühlen, sonder jeder ist eingeladen, am kirchlichen Leben teilzunehmen und seine Beziehung zur Hl. Dreifaltigkeit und zur Mutter Gottes innig zu pflegen.

      Danke für die Hinweis auf Erzbischof Chaput. Auch die folgenden Beiträge sind absolut lesenswert, insbesondere der erste:

      http://www.katholisches.info/2016/04/26/bischof-athanasius-schneider-zu-amoris-laetitia-klaerungsbedarf-zur-vermeidung-einer-allgemeinen-verwirrung/

      (Die Broschüre gibt es hier: http://petrusbruderschaft.de/pages/bakery/stellungnahme-zu-amoris-laetitia-63.php)

      http://www.katholisches.info/2016/07/06/erzbischof-chaput-bekraeftigt-katholische-ehelehre-und-wird-von-medien-als-feind-des-papstes-hingestellt/

      http://www.katholisches.info/2016/07/20/bischof-paprocki-pastorale-richtlinien-zu-amoris-laetitia-von-erzbischof-chaput-gelten-nicht-nur-in-philadelphia/

      http://www.katholisches.info/2016/07/13/45-theologen-und-philosophen-fordern-von-papst-franziskus-die-ruecknahme-oder-korrektur-von-amoris-laetitia/

      http://www.katholisches.info/2016/07/15/videoappell-16-namhafter-katholiken-an-papst-franziskus-korrigieren-sie-amoris-laetitia/

  5. Manfred Smola

    Noch 2 Ergänzungen mit der Bitte um besondere Beachtung, insbesondere für die Gott-geweihten-Diener:

    http://www.katholisches.info/2016/07/12/schoenborn-irrt-und-das-moechte-ich-dem-heiligen-vater-sagen-kardinal-caffarra-ueber-blinde-die-blinde-fuehren/

    http://www.katholisches.info/2015/06/18/das-schlachtfeld-im-endkampf-brief-von-sr-lucia-an-kardinal-caffarra/

    Auszug hieraus:
    „Es gibt eine Prophezeiung von Schwester Lucia dos Santos, einem Seherkind von Fatima, deren Seligsprechungsverfahren am vergangenen 13. Februar [2008] eingeleitet wurde. Diese Prophezeiung betrifft „den Endkampf zwischen dem Herrn und dem Reich Satans“. Und das Schlachtfeld dieses Endkampfes ist die Familie. Das Leben und die Familie.“

    (meine Anmerkung: So zu tun, als ob eine gültig geschlossene Ehe zur Disposition stehen würde, dass Ehebruch (nach Buße und Gewissensprüfung) keine schwere Sünde mehr sei, ist zweifelsfrei ein Frontalangriff auf die Familie. Wenn man dann noch an die leidtragenden Kinder, an ihre verletzten Seelen denkt, die bei Scheidungen zurückbleiben.)

  6. Lucia Huber

    Es gibt bei Scheidung nur eine Ausnahme und die ist,wenn der Ungläubige sich trennt…

    Dann muss man auf Gedeih und Verderb zusammen bleiben, egal ob einer davon draufgeht. Sprichwörtlich bis der Tod uns scheidet. Und weil ich Gott lieb hab, muss ich das auf mich nehmen, der Partner darf alles mit mir machen, wie es ihm beliebt, denn es ist ja eine Sünde wenn man sich trennt. Denn nur diese einzige Ausnahme dass sich der Ungläubige sich trennt gilt und das muss sogar noch geprüft werden. Der Mensch entscheidet und fällt ein Urteil. Ich frag mich ob das im Sinne von Christus ist.

  7. Gudrun Wasserfaller

    Deshalb frage ich auch,was Ehe im Sinne Gottes ist?
    Schon so oft habe ich darüber nachgedacht was Gott wirklich als Ehe bezeichnet.
    Trennung ohne neuen Partner im Blick auf Versöhnung ist erlaubt.
    Aber was ist Ehebruch,? da sagt Gott Ehebrecher kommen nicht in den Himmel und Ehebruch besteht schon im Blick des Begehrens.?Dann vergibt Jesus der Ehebrecherin.?
    Wer ist dann kein Ehebrecher?
    Vll bezieht sich das sich nicht scheiden , gar nicht auf den Partner sondern besteht der Bruch darin dass dieses Ja auf Gott hin gesprochen wird. und gebrochen.
    Das es ein Versprechen zu Gott hin ist?
    Möglich das es so gedacht ist von Gott.
    Das ändert die Situation wenn ich sage“Ich habe es Gott zugesagt,dass er mich da einsetzen kann“Ich habe Gott oder vor Gott etwas zugesagt?
    Darum heist es ja auch,was Gott verbunden hat soll der Mensch nicht trennen.
    Vll ist die Ehe ein Bund mit Gott ,der nicht gebrochen werden soll?
    Gott spricht ja auch dehalb von vorehelicher Enthaltsamkeit.Wer vorehelich zusammenkommt ist bereits ein Fleisch, vll ist mit Fleisch die Entstehung eines neuen Lebens gedacht?Darin sind zwei Menschen Eins?
    Hoffe diese Betrachtung stimmt,so könnte ich verstehen was Gott in Bezug auf Ehe gedacht hat weil die hl.Schrift i . Bezug auf Sexualität doch vom erkennen spricht.

    LBG

  8. Marie-Luise Ziller

    Der Brief an die Priester und pastoralen Mitarbeiter beinhaltet genau das, was ich mir für die Seelsorge der Geschiedenen/ Wiederverheirateten im Bistum Passau erhofft habe. Die Fragen, die für eine Aufarbeitung beantwortet werden müssen, sind nicht „ohne“, sie gehen in die Tiefe. Aber eine echte Aufarbeitung der irregulären Lebenssituation (mir ist als Betroffene bewusst, dass das Wort „irregulär“ keiner gerne hört) sehe ich eine große Chance mit sich selbst und mit Gott Frieden zu schließen. Die freiwillige Enthaltsamkeit von der hl. Kommunion bedeutet für mich keine Strafe oder keinen Ausschluss, sondern geschieht aus der Überzeugung, dass das Sakrament Ehe heilig ist.

    1. Marie-Luise Ziller

      ….und so ganz verstehe ich die Empörung über die Initiative des Bischofs nicht. Wenn ich das richtig verstanden hab, öffnet die intensive Auseinandersetzung mit der Lebenssituation „Geschieden und Wiederverheiratet“ die Tür zum Empfang der hl. Kommunion und wie ich hoffe auch der Beichte.

  9. Gudrun Wasserfaller

    Ich finde die Schriftstelle im Kor.11,29
    bezieht sich auf jede Sünde
    es steht wer..ohne zu bedenken dass es der Leib des Herrn ist
    der zieht sich das Gericht zu“

    Ich finde da ist jeder Bruch mit Gott includiert.
    Ich finde dass ein kurzes Reuegebet vorm Empfang der hl.Eucharestie einfach nicht ausreicht um rein zu sein.
    Reue bedeutet eine tiefe Ergriffenheit.
    So viele Menschen gehen mit Sünde zum Altar ohne mit der Wimper zu zucken.
    Das besondere Hervorheben der WV finde ich unangebracht.
    Jeder der nicht bedenkt dass es der Leib des Herrn ist ,dem wird es zu Gericht.
    Vll haben wir deshalb so viele Gerichte wie Kriege usw.
    „Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein“
    „Geh hin und sündige nicht mehr.“
    Die Eucharestiefeier gehört ganz neu gestaltet ,der hl Erkenntnis ging verloren ,es ist zum teilweise unbewusten Ritual geworden „Vater…,sie wissen nicht was sie tun“
    Weil die hl.Schrift zu kurz kommt ?
    Gottes Wort ist klar und deutlich Ausnahmen finde ich sind unbiblisch.
    Die Ehe ist ein Bund zweier Leute mit Gott sie ist der Kampfplatz des Bösen ob standesamtliche Trauungen da wiklich ausgenommen sind. so angenommen ein Fleisch sein wahrhaft bedeuten würde dass bereits ein Kind wurde.
    Wir müssen bedenken so wir ein Kind empfangen gibt Gott leben hinein.

    Hurerei Pornographie jede Art von Unmoral bis in die Ehen und das Priestertamt hinein ?,keine selbstverständlich unbekämpfte Sünde ist da ausgenommen !,Also ein Neubeginn und Neuüberdenken bzw prüfen der hl.Eucharistischen Feier ist unumgehbar ,damit wir uns nicht noch mehr Gerichte auf uns zuziehen.
    Ist eine standesamtliche Ehe dann „Hurerei“?da sie ungültig ist?
    Diese biblischen Grundfragen müssen in erster Linie biblisch geprüft und geklärt werden und nicht ob Ehe ungültig oder gültig ist.Ehe ist unauflösbar,was bildet die Ausnahme?
    Die Apostel waren auch sündige Menschen,Gott hat ihnen das Brot und den Wein gereicht?

    Wie passt das jetzt zusammen.?
    Ich bitte Sie dehr geehrter Herrr Bischof von Herzen um Aufklärung und Klarstellung anhand der hl Schrift.
    Wir können nur sehend anhand der hl Schrift den hilfesuchenden Menschen begleiten.
    Zur hl Eucharestie ist für Priester wie für alle getauften Christen ein neues Protokoll dringend erforderlich ,gerade jetzt wo rundum“Gerichte“an Vielzahl zunehmen
    Wollen wir neue Wege der Verherrlichung Gottes suchen und finden.?
    Humanistische Züge greifen rundum.

    Mit Gottes Segen
    GW

  10. Werner Baier

    Hochwürdigster Herr Bischof, Ihr Brief an die Priester und der Anhang „Gesprächsfelder zur Gewissenserforschung einer Person (=Bittsteller), die in „irregulären“ Verhältnissen lebt, und in der Begleitung durch den Priester Kommunionzulassung erbittet“ machen mir und wahrscheinlich auch vielen anderen wiederverheirateten Geschiedenen katholischen Gläubigen (nur um die geht es ja wohl) Hoffnung, wieder eine kraftvolle, ganzheitliche Gottesbeziehung entwickeln zu können. Zunächst sei mir der Hinweis gestattet, dass die Formulierung der beiden Schreiben einen Grundfehler in der Problematik aufweist: Meist ist von dem Ehebrecher, dem Beichtwilligen und dem Bittsteller die Rede. Ich bitte zur Kenntnis zu nehmen, dass heute und gerade in unserem Land Frauen genau so wie Männer am Scheitern von Ehen schuld sind, dass geschiedene Frauen genauso wie betroffene Männer eine neue Liebe finden und Ehe eingehen können und dass sowohl wiederverheiratete Frauen als auch solche Männer – so sie über die Enttäuschung einer verunglückten Ehe ihren Gottesglauben nicht verloren haben – danach verlangen, den Leib des Herrn zu empfangen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Ja, es ist möglich, in zweiter Ehe Gott zu lieben und zu ehren. Von Jahr zu Jahr aber schwindet der Glaube; vielerlei Sünden können nicht vergeben werden und infolge dessen mag man als „guter“ Katholik dann auch nicht mehr zum Tisch des Herrn treten. Man weiß sich unwürdig. Wer einmal erlebt hat, wie es ist, bei einer Karfreitagsliturgie als einziger in einer gut besuchten Kirche bei der Kommunion in der Bank sitzen zu bleiben, wird immer weniger Verlangen danach haben, sich als armer Sünder vorzuführen.
    Ich möchte auf einen wichtigen Aspekt hinweisen: Nicht jeder Ehescheidung liegt Untreue zugrunde. Zerrüttung hat viele Ursachen: Kriminalität, unerträgliche Alkohol-, Spiel-, Drogen- oder Eifersucht, Sektenwahn, Gewalttätigkeit, Perversität (auch gegenüber Kindern) Lug und Trug u. v. m, bei Frau und/oder Mann. Ich habe in meiner ersten Ehe vor allem im Interesse unseres Sohnes eines der hier genannten Probleme 14 Jahre lang ertragen (wenn auch mit allen zulässigen Mitteln zu lösen versucht) und dann habe ich es nach 22-jähriger Ehe schriftlich bekommen: Es war früher schön, jetzt nicht mehr, ich habe einen anderen Mann kennengelernt und es ist wunderschön… – mit etwa diesen Worten war ich abserviert. So ähnlich übrigens ging es vielen Männern, die unter Brücken oder im Park unter Pappe schlafen. Oder unendlich vielen allein erziehenden, von Armut bedrohten Frauen. Und machen wir uns nichts vor: Die Kirche heute hat nicht die Kraft und nicht die Kräfte, diesen zunehmend vielen in ihrer Ehe zerbrochenen Menschen wirklich zu helfen. Ich stand allein mit meinem spätpubertierenden Sohn da, der zu mir hielt und zu mir zog. Über ein Jahr später begegnete ich per Zufall – ich spreche lieber von Fügung – meiner heutigen Frau. Als ich sie erstmals sah, fühlte ich, als ob sie mir dringend (von oben) empfohlen wird. Sie suchte eine Wohnung, ich gab ihr und ihrer Tochter (die ihren Vater kaum eine Stunde lang zu Gesicht bekommen hatte) ein Zuhause. Und es entstand etwas Neues, Gutes, Liebes, mit a l l e m, was ein Eheleben glücklich macht. Frau und Stieftochter orientierten sich an meinem Gottesglauben und ließen sich (in einer evangelischen Kirche) taufen. Meine Stieftochter sagt Dritten gegenüber über mich, sie hätte sich keinen besseren Vater wünschen können. Meine Frau sorgt sich wie eine Mutter um meinen Sohn und seine junge Familie. Unsere Ehe währt inzwischen 18 Jahre und verläuft – von gesundheitlichen Beeinträchtigungen abgesehen – mustergültig. Inzwischen erfreuen wir uns unterschiedslos unserer Enkel, als wäre jeder unser leiblicher Nachkomme. Für die Enkel sind wir die besten Großeltern der Welt. Meine frühere Ehefrau lebt derweil nicht unglücklich und nicht schlecht.
    So, und nun werfen Sie einen Stein nach mir oder wüten Sie online gegen mich – wie dies in katholischen Foren und Gremien so gerne ganz pauschal wider die „Ehebrecher“ gemacht wird. Aber sparen Sie sich den Rat: Josefsehe führen, dann könne ich doch zur Kommunion gehen. Das halte ich für scheinheilig (wer ist denn schon ein heiliges Paar?) – ebenso wie die absolut kontraproduktive Annullierung einer sakramental geschlossenen Ehe aus aberwitzigen Gründen. Da es (u. a. gegen gutes Geld) seit Jahrunderten möglich war und ist, eine „katholische Scheidung“ (und danach eine erneute sakramentale Eheschließung) zu erlangen, sollten ein paar Fortschritte für diejenigen möglich sein, die nach einer Wiederverheiratung eben nicht zum Abschaum der Menschheit gezählt werden müssen. So manche Betroffenen kann man eher zu den Guten rechnen, denke ich. Denn gerade wer förmlich wieder heiratet, bindet sich, übernimmt neue Verantwortung und Fürsorge. Aber über kaum eine andere Gruppe wird so harsch geurteilt wie über Gläubige, die nach der Hölle einer Ehe neues Ehe-Glück finden und stiften. Differenzierung tut not, doch wohin führt der „Fragebogen“, den Sie, hochwürdigster Herr Bischof, im Anhang gepostet haben? Was, wenn der ein überwiegend positives Bild der Bittstellerin/des Bittstellers ergibt?

  11. Gudrun Wasserfaller

    Mich berührt die Stelle der hl Schrift wo der Herr zur Ehebrecherin sagte“Wenn dich niemand verurteilt. verurteile ich Dich auch nicht“Geh hin und sündige nicht mehr.
    Jesus sagt einmal es gibt nur eine Sünde die dem Menschen nicht vergeben wird die Sünde gegen den hl.Geist?
    Welche Sünde ist da gemeint????

    Was ihr auf Erden lossprecht wird auch im Himmel losgesprochen sein.?

    Die hl Eucharestie wird lt hl Schrift dann zur Sünde und Gericht wenn wir mit heimlichen Sünden zum Altar gehen wie Judas und nicht erkennen dass es der Leib des Herrn ist,denn die Apostel waren auch ganz schöne“Kaliber“!!!!!
    Der Herr hat den offenen Sünden ,jenen die ans Licht kam und tief gereut wurden immer vergeben.!!!Mit dem Hinweis nicht mehr zu sündigen!!!!
    Judas der „Heimlichtuer“dem wurde es zum Gericht.!!!

    Wer viel liebt dem wird viel vergeben werden ,wer viel vergibt dem wird vergeben werden.

    Eucharistische Zulassung betrifft uns Alle nicht nur WV.!!!

    Vor allem Jene mit den geheimen Sünden.

    Gruss
    GW

  12. Gudrun Wasserfaller

    Lieber Herr Bischof,
    Ich habe inach langem Suchen m Internet die Information gefunden, dass Papst Franziskus im hl Jahr der Barmherzigkeit jedem Priester erlaubt hat fie Sünde der Abtreibung zu vergeben.
    Ich hoffe es stimmt so?

    Was ich auch entdeckt habe ,hat mich zutiefst erschreckt.
    „Standesamtlich getraute Menschen die keine kirchliche Zustimmung haben sind zur hl.Kommunion ebenso wie Menschen mit schweren Sünden nicht zugelassen‘
    Viele Menschen und Christen wissen das gar nicht.
    Hâufig wird nur auf WV hingewiesen.
    Das bedarf aus meiner Sicht der Aufklärung.
    Fas Ziel einer standesamtlichen Ehe ist also die kirchliche Trauung,wenn diese Ehe scheitert ist es keine Sünde vor Gott,auch dann nicht wenn sie ein Fleisch geworden sind?
    Ich kann mir das nucht vorstellen vor allem wenn christlich Getaufte so leben.
    Warum sagt die Kirche das nicht offiziell ,das standesamtliche Hochzeit gleich der Ehelosigkeit entspricht?
    Oder steht das im Internet falsch?
    Ich bitte Sie da ich vertrauen in Ihren Weg mit Gott habe
    von Herzen ,wenn es Ihen wert ist ,um eine Aufklärung da ich eben eine wahrhafte Antwort brauche um Menschen recht zu begleiten.

    Seien Sie gesegnet
    GW

  13. Alex Weterings

    Sehr geehrter Herr Bischof Oster,
    gewiss ist es sehr gut und notwendig, den Seelsorgern jetzt eine (vorläufige) Anleitung zu geben, die DIE ZERBRECHLICHKEIT BEGLEITEN, UNTERSCHEIDEN UND EINGLIEDERN einen Teil-Handhabe gibt.

    Auch bin ich begeistert über diesen Plattform, den ich nicht kannte. Ich werde mich hier gerne mehr orientieren

    Insgesamt aber bin ich von Ihrem Brief enttäuscht, vom Ton, von den (Nicht-)Äußerungen.
    Es ist doch Sonnen klar, über sehr lange Zeit herrschte die Soll-Ton, die Lehre über die menschliche Wirklichkeit. Gott ist aber der Gerechte, die BARMGERZIGE, die gemeinsame Liebe. Eine neue Pastoral, in der die Menschen hier in der Welt Mittelpunkt sind und nicht ideale Sollvorstellungen tut not. Dieses wird im AM stark angeregt, gefördert. Dass Sie, Herr Bischof, dieses ansatzweise auch so sehen, wäre erfreulich und Hoffnung gebend. Kloster „BB“ mit u.a. „KSFH“ würde es vermutlich auch gerne hören. Ich verstehe Ihr Schreiben an Ihre Seelsorger etwas anders. Vielleicht mein Fehler.

    Wahrscheinlich – in meinen Laienaugen – fallen die aktuellen Folgerungen auch in den Überlegungen „1. Die Eucharistie als Hochzeitsmahl (im Hl. Geist) zwischen Bräutigam (Gott/Christus) und Braut (gesamte Kirche/Christus auf Erde)“ unter AL 2: „Der synodale Weg hat ermöglicht, die Situation der Familien in der heutigen Welt offen darzulegen, UNSEREN BLICK ZU WEITEN UND UNS DIE BEDEUTUNG DER EHE UND DER FAMILIE NEU BEWUSST ZU MACHEN. Zugleich machte uns die Vielschichtigkeit der angesprochenen Themen die Notwendigkeit deutlich, einige DOKTRINELLE, moralische, spirituelle und pastorale Fragen UNBEFANGEN WEITER ZU VERTIEFEN. Die Reflexion DER HIRTEN UND THEOLOGEN wird uns, … zu größerer Klarheit verhelfen. DIE DEBATTEN, wie (sie)… auch unter kirchlichen Amtsträgern geführt werden, REICHEN VON … BIS ZU DER EINSTELLUNG, alles durch die Anwendung genereller Regelungen oder DURCH DIE HERLEITUNG ÜBERTRIEBENER SCHLUSSFOLGERUNGEN AUS EINIGEN THEOLOGISCHEN ÜBERLEGUNGEN (nicht) LÖSEN ZU WOLLEN.

    Selbst bin ich ein alter, gebürtiger Holländer. Die aktuelle Bedeutungslosigkeit der RK Kirche dort ist sehr bedauerlich aber durchaus selbst (RK-Kirche, ROM) „verschuldet“, indem sie die Lehre vor den Menschen gesetzt hat. Ein aktualisierte Lehre (mit den beschränkten, eigenverantwortlichen Menschen in dieser Welt im Mittelpunkt) und eine entsprechende neue Pastoral tun not. Kard. Marx, mein Bischof, gibt Hoffnung. Helfen Sie bitte auch.

    Mehrere Jahre wohnte und arbeitete ich im Nordwesten Ihrer Diözese. Den Menschenschlag kenne ich ein wenig. Trotzdem schreibe ich Ihnen dieses.

    Selbstverständlich würdige ich sehr, Sie empfehlen dieses päpstlichen Schreibens im Ganzen zur Meditation.

    Alex Weterings, München

    1. Manfred Smola

      Sehr geehrter Herr Weterings,

      mit Ihrer Äußerung, dass Sie den Menschenschlag in Niederbayern ein wenig kennen, wollen Sie wohl zum Ausdruck bringen, dass wir uns hier etwas engagierter bemühen, den Glauben und die Gebote hoch zu halten (Stichwort: erzkatholisch). Diese Tatsache erfüllt mich mit großer Freude, und ich wohne sehr gerne mit diesen Menschen zusammen.

      Was Holland betrifft, wurde ja der Niedergang nicht von der katholischen Kirche initiiert, sondern von den „Gläubigen“. Holland war eines der ersten Länder, in dem die Menschen in großer Zahl die Ehrfurcht bei der Eucharistiefeier verweigert haben und statt der knieenden Mundkommunion demonstrativ und frech die stehende Handkommunion gefordert haben (nachzulesen im hervorragenden !!!!! Buch „Die Löwen kommen“ von Vladimir Palkow). Die Kirche trifft m. E. die Schuld, dass sie den ständigen Angriffen viel zu wenig entgegengesetzt hat. Es hat auch keinen Sinn, die Verkündigung des Evangeliums an die Wünsche der Menschen anzupassen. Wenn die Kirche nicht mehr die Wahrheit verkündet, sondern nur noch das was die Menschen hören wollen, werden die Priester zu (nutzlosen) Ohrenschmeichlern. Und wenn wir uns mit Sünde und Hölle nicht mehr beschäftigen müssen, weil eh alle gerettet werden, können wir die Kirche ohnehin gleich ganz abschaffen. Natürlich muss der Mensch (auch) im Mittelpunkt stehen. Man würde ihm aber keinen Gefallen tun, wenn man ihm die Wahrheit vorenthält und nur noch Barmherzigkeit predigt. Wir haben nun mal von Gott klare Gebote erhalten und dürfen diese nicht einfach durch von Menschen gemachte (oder angepasste) Gebote ersetzen. Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!

      Jesus Christus hat ganz klar gesagt, was Gott verbunden hat darf der Mensch nicht trennen. Für dieses Herrenwort trägt die Kirche eine ganz besondere Verantwortung. Jesus sah sich damals schon Kritik und Unglauben ausgesetzt: wenn das so ist, sei es besser nicht zu heiraten…
      Man wird natürlich immer wieder auf Situationen stoßen, die für alle Beteiligten äußerst schmerzlich sind. Und immer wird jemand erklären, er sei nicht Schuld an der Situation usw. usw. Ich möchte das jetzt auch nicht weiter ausführen, sondern überlasse das den Seelsorgern, an die sich hoffentlich jeder Betroffene wendet (und nicht einfach für sich selbst entscheidet, ob er die Kommunion empfangen darf).

      Es geht aber bei diesem Thema um (mindestens) 2 ganz wichtige Punkte. Zum einen würde ein Sakrament, das der Kirche von Jesus Christus selbst geschenkt wurde, in seiner Bedeutung und Verbindlichkeit aufgeweicht (zugleich auch das Sakrament der Beichte, das ja mit dem Vorsatz verbunden sein muss, von der Sünde künftig Abstand zu nehmen). Und zum anderen geht es darum, sich mit einer falschen Entscheidung möglicherweise selbst das Gericht auf sich herabzuziehen. Das sollte jedem völlig klar sein. Wer will das schon für sich?

      Wenn es jemandem – wie Herr Baier oben sehr symphatisch und eindrucksvoll schildert – unangenehm ist, als einziger nicht zur Kommunion zu gehen, dann höre ich heraus, dass es wohl eher darum geht, was die anderen über einen wohl denken mögen, welche Sünden man begangen hat. Dabei sollte uns aber eigentlich auch klar sein, dass sich kaum mehr jemand prüft, ob er wirklich in einem würdigen Zustand zum Tisch des Herrn tritt. Die Beichtstühle sind jedenfalls meist leer und verwaist.

      Denkbar ist aber auch, dass gerade dann, wenn man (aus Unwissenheit oder falschem Stolz?) als wiederverheirateter Geschiedener (oder auch beharrlicher Sünder) die Kommunion empfängt, ein Ärgernis unter den Gläubigen entsteht, und diese sich dann fragen, wie kommt der dazu, zur Kommunion zu gehen. Damit möchte ich sagen, dass wir uns nicht danach richten sollen, ob jemand glaubt, ich habe wohl meinen Nachbarn erschlagen oder eine Bank überfallen, wenn ich nicht zur Kommunion gehe. Wir sollen und müssen uns in unserer Entscheidung einzig und allen davon leiten lassen, was der Wille Gottes ist. Und bei dieser Entscheidung – da bin ich mir absolut sicher – wird uns S. E., unser Hochwürdigster Herr Bischof Dr. Oster helfen, wenn wir ihn nur lassen.

      1. Alex Weterings

        Sehr geehrte Herr Smola,
        Ihre Reaktion ist nur zu gut verständlich. Wenn Sie so meinen, ist es selbstverständlich ganz gut dieses mitzuteilen. Haben Sie aber auch Verständnis, mit gleichem Recht, mit etwas anders gewichtete Argumenten und wahrscheinlich anderer Lebenserfahrung kann “man“ auch eine differenziertere Meinung haben. Viele Differenzierungen sind möglich.
        Die abstrakte, absolute Wahrheit gibt es nur in Gott. Wir Menschen kennen nur einen Teil davon. Wie besser wir alle, innerhalb und außerhalb der „Kirche“ diese Wahrheit suchen, versuchen diese zusammen mit (alle) anderen Menschen in unser Leben verwirklichen, wie besser wir „glauben“. So wächst auch unser Wissen um die Wahrheit. Das bereichert uns sehr.

        Im Folgenden habe ich 4 kleine Gedanken auf Ihre Reaktion erstellt. Vielleicht wollen Sie die lesen.

        Gedanke 1, zu Absatz 1: „Erzkatholisch“:
        Ich meinte zunächst nicht „erzkatholisch“, eher allgemeiner: „entweder/oder, schwarz/weiß, undifferenziert, damit einfach“. Das beinhaltet gewiss auch in Passau, bayer. Wald, auch „erzkatholisch“.

        Gedanke 2: in Ihren Absatz 2: „Wenn die Kirche nicht mehr die Wahrheit verkündet, …“
        Klar soll „die Kirche (das sind WIR!)“ die Wahrheit so vollständig und gut und verständlich wie möglich verkündigen und verwirklichen! Das Wissen um die (absolute) Wahrheit wächst aber im Laufe der Zeit, in unterschiedlichen Kulturen in unterschiedlichen Formen und Worten. Uralt-Beispiel auch aus der Bibel: Früher dachte man, die Erde ist eine Scheibe, oben Himmel, unten?? Die „Kirche“ verstand Gallileis Aussagen, die Erde ist rund als Gottessangriff, exkommunizierte ihn und gab ihn Hausarrest. Erst Ende des vorigen Jahrhunderts wurde diesen Bann aufgehoben! Das Wissen wächst. Auch das (kirchl.) Wissen um den unaufgebbaren Wert des einzelnen Menschen, um seine eigene Verantwortung, seinen eigenen Lebensweg. Dieser ist nie schwarz/weiß, nie absolut. Hierum geht es entsprechend um zu gehen, zu verstehen. Wir, „Kirche“ müssen/wollen hier Vorbild sein. Aber Wie!!?? Das ist Hauptthema dieses päpstlichen Rundschreibens um die Freude der Liebe, was bedeutet das, wie gestalten wir diese Liebe. Brauchen wir deshalb auch eine neue „Pastoral?

        Gedanke 3: in Ihrem Absatz 3: „Was Gott verbunden hat …“
        Diese Ihre Ausführungen stimme ich voll zu. Es ist aber nur einen kleinen, wichtigen, Teil des päpstlichen Schreibens.

        Gedanke 4: zum letzten Satz, „… Bischof Dr. Oster wird helfen, wenn wir ihn nur lassen.“
        Sie nehmen die Worten „Hirte“ und „Schaf“ zu wörtlich! Ich weiß, besonders im Bayer. Wald ging es die Bevölkerung immer sehr dreckig. Das Leben war äußerst hart. Auch für die „Kirche“ galt ganz realistisch. a) Unter dem Krummstab lässt es sich gut leben und b) der versprochene „Himmel“ – nach dem Tod –, die Marienverehrung war oft die einzige Hoffnung im Leben. Das wirkt nach!
        „Wir alle sind Kirche. Die Theologie, die Lehre von Gott muss von der „Kirche-von uns“ geglaubt werden. Glauben heißt nicht zunächst – wie ich persönlich es früher in „Holland“ auch gelernt hatte „für Wahr halten, auch wenn ich es nicht verstehe“ – sondern es heißt persönlich mit dem Herzen danach leben. (credo = ich glaube kommt von „cor dare“ Herz, geben. Das will der Bischof von uns hören, wie können wir (Sie ich , Ihr „Hirte“ Bischof Oster, die Kirche) die „Lehre“, (hier die Lehre von der Liebe) mit Leben füllen, realistisch, auch wenn es bei uns, bei andern sehr unvollkommen geht.
        Darum geht es auch hier in „Die Freude an die, in der Liebe, laetitia amoris“. Insoweit ziehen wir beide am gleichen Strang. Ich bedanke mich für Ihre Ausführungen.
        Alex Weterings

        1. Manfred Smola

          Sehr geehrter Herr Weterings,

          aber ja, ich habe Verständnis für andere Meinungen (und lasse diese auch gelten) und ich sehe das auch so, dass jeder für sich in seiner eigenen Lebenssituation sich eine liebevolle und hilfreiche Begleitung wünscht und auch erhalten soll.

          „Wir sind Kirche“ würde ich lieber umschreiben mit „wir sind die Glieder der Kirche“. Es kann aber nicht jedes Glied der Kirche machen, was ihm gerade in den Kram passt, sondern wir müssen uns von Jesus Christus leiten lassen. Weil wir aber nicht alle Theologieprofessoren oder Priester sind, und der Hl. Geist seine Gaben unterschiedlich ausgießt, brauchen wir jemanden, an dem wir uns orientieren können. Beispielsweise würde ich mich nicht an Priestern orientieren, die sich bewiesenermaßen eines Verbrechens schuldig gemacht haben. Und so kann es natürlich vorkommen, dass sogar Gott-geweihte-Personen uns in die Irre führen würden (wenn man das zulässt). Es bedarf also der Unterscheidung. Und weil auch ich nicht allwissend bin, orientiere ich mich eben an diese Persönlichkeiten, von denen ich überzeugt bin, dass sie ihre von Gott anvertraute Aufgabe gewissenhaft und voller Liebe zu Gott und den Menschen erfüllen. Also z. B. Papst Benedikt XVI. oder auch Bischof Oster.

          Mit Ihrer Anmerkung „für wahr halten, was ich nicht verstehe“ wird unser Glaube doch ständig konfrontiert. Das Geheimnis der Eucharistie (Fleisch und Blut), die Auferstehung, Wunder, Engel usw. Sie kennen ja die Geschichte vom „ungläubigen“ Thomas. Natürlich wollen wir verstehen an was wir glauben, und auch warum es gewisse Regeln gibt. Die wenigsten Menschen (auch ich nicht) werden ganz alleine von sich aus zu diesem Verständnis finden, deshalb sind wir auf die Priester angewiesen, die nichts anderes sind, als die Nachfolger der Hl. Apostel.

          Übrigens stimmen Ihre Ausführungen zur Erde als Scheibe (steht so bitte wo in der Bibel?) und zu Galileo Galilei nicht. Auch wenn Galileo recht hatte, ging es doch um etwas anderes, und auch diese Sache mit der Scheibe (die in so viele Köpfe eingetrichtert wurde, um die Kirche lächerlich zu machen) haben sich Feinde der Kirche ausgedacht. Bitte, hier steht die Wahrheit dazu:

          http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/zehn-populaere-irrtuemer-der-geschichte-irrtum-5-das-mittelalter-hielt-die-erde-fuer-eine-scheibe_id_3627640.html

          In einem anderen Kommentar, der noch nicht freigeschaltet wurde, verweise ich auf die kurze Verteidigung des Christentums:
          http://www.fe-medien.de/aber-die-kreuzzuege

          Bei all den Verbrechen und Sünden, die tatsächlich „im Namen Christi“ ausgeführt und (von Satan) getarnt wurden, gibt es doch auch ganz viele Lügen die verbreitet wurden, um das Christentum schlecht zu machen. Dessen sollte man sich bewusst sein.

          Über Ihre freundliche Erwiederung habe ich mich gefreut, sehr geehrter Herr Weterings. Auch darüber, dass wir am gleichen Strang ziehen. Wenn es uns um die Wahrheit geht, um die Liebe zu Gott und den Menschen und um die Vertiefung (nicht Auf- oder Abweichung) unseres Glaubens, sollen wir zusammenstehen und uns auch gegenseitig stützen und halten. Wenn ich lese, dass Herr Baier schreibt, die Gruppe der wiederverheiratet Geschiedenen käme sich vor wie Abschaum und würde von der Kirche (also auch von uns) auch so behandelt, kann ich das ehrlich gesagt nicht glauben. Auch Gott liebt jeden einzelnen Sünder (er hasst aber die Sünde, weil sich uns von IHM trennt). Wie kämen wir also dazu, über jemanden schlecht zu reden oder jemanden schlecht zu behandeln. Das selbe reklamieren übrigens auch die LGBT-Lobbys für sich, obwohl der KKK ganz klar sagt, dass den betroffenen Personen mit Respekt und Nächstenliebe zu begegnen ist. Wer Christ sein will, hält sich auch daran.

          Herrn Baier bitte ich um Entschuldigung, weil das eigentliche Thema AL wieder zu kurz kommt.
          Vielleicht wird mein anderer Kommentar ja noch freigeschaltet.

          Mit besten Grüßen, in christlicher Verbundenheit

          Manfred Smola

  14. Lucia Huber

    Mundkommunion demonstrativ und frech die stehende Handkommunion gefordert haben…
    Kann ein Stehender, dem die Hostie in die Hand gelegt werden, nicht Respektvoll, Dankbar usw. sein. Woher wissen Sie und manch andere dass z.B. ich, nicht Bedenke. Sind Sie Schauend, wenn ja, dann wissen Sie es, was ich denke und fühle wenn ich die Hostie empfange. Übrigens, kann ich mich zur Zeit nicht auf die Knien niederlassen, hätte ich dann Pech gehabt? Es steht in der Bibel: „Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu BEDENKEN, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.“ (1 Kor 11,27.29) Man lese das Wort Bedenken.
    Man wird natürlich immer wieder auf Situationen stoßen, die für alle Beteiligten äußerst schmerzlich sind….
    Welche Schmerzen meinen Sie, auch die körperlichen? Wenn der Partner Gewalttätig ist? Die Frau ist Schuld wenn sie misshandelt wird?
    Wir haben nun mal von Gott klare Gebote erhalten und dürfen diese nicht einfach durch von Menschen gemachte Gebote ersetzen….
    2. Gebot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.
    Das Gebot wurde durch Menschen gestrichen, das 10. dafür geteilt, was aber sagt Jesus dazu:
    Jesus sagt „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.“ (Matthäus 5, 18.19) Überlegungswert..
    Du sollst nicht töten
    Das wird andauernd ausgelegt wie es einem passt. Nicht töten heißt nicht töten, Punkt. Steht in diesem Gebot: Ihr dürft Tiere töten, wie es Euch beliebt. Nein.
    Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.
    Bevor Sie fragen, ich bin Vegetarier.

    1. Manfred Smola

      Sehr geehrte Frau Huber,

      es steht Ihnen natürlich frei, meine Aussagen in Ihrem Sinne zu interpretieren. Gemeint habe ich sie allerdings anders.

      Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass es mir nicht darum geht, irgendjemanden anzugreifen oder zu verurteilen, sondern ich möchte die Menschen dafür sensibilisieren, nicht vorschnell eine falsche Entscheidung zu treffen. Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, bin ich als Geschiedener selbst betroffen und weiß ganz gut, welches Leid eine Scheidung (vor allem auch bei ev. vorhandenen Kindern) verursacht. Wenn Sie nun einzelne Fälle anführen, wie z. B. Gewalt in der Ehe, hat die Kirche meines Wissens immer schon gesagt, dass es Fälle gibt, in denen eine Trennung unvermeidlich ist (das heißt aber noch lange nicht, dass man dann einfach jemand anderen heiraten soll). Ich habe in meinem Text bewusst darauf verzichtet, einzelne Fälle anzusprechen, weil das Sache der Seelsorger oder Eheberatung ist. Nebenbei: seelische Grausamkeit kann genauso schmerzhaft sein wie körperliche Gewalt.

      Nun zur Sache mit den Geboten. Darüber lässt sich diskutieren, ob hier nicht tatsächlich eine Beschönigung oder Aufweichung stattgefunden hat. Aus dem 6. Gebot: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben wurde: Du sollst nicht ehebrechen, aus dem 9. Gebot: Du sollst nichts Unkeusches begehren wurde: Du sollst nicht begehren Deines nächsten Weib. Vielleicht erkennen Sie die Dimension dieser bereits stattgefundenen Abschwächungen und betrachten hierzu mal die gesellschaftliche Entwicklung der letzten 40 Jahre. Nun kann (oder will) man heute aber nicht einmal mehr diese abgeschwächten Minimalanforderungen einhalten?

      Interessant ist, dass Sie bei Du sollst nicht töten erst einmal Tiere anführen. Ja, ich bin auch gegen die grausame Massentierhaltung und gegen jegliche Art von Tierquälerei. Wie halten Sie es denn mit Ratten, Mäusen, Schnecken, Mücken, Fliegen und Spinnen, die Sie (hoffentlich ja nicht) ev. im und ums Haus antreffen. Sind auch Geschöpfe Gottes, oder?

      Bleiben wir beim „Du sollst nicht töten“.
      Was sagen Sie zum jährlich millionenfachen Töten von unschuldigen ungeborenen Kindern? Im Mutterleib (der das Kind schützen sollte) sieht man das Verbrechen ja nicht, oder?
      Was sagen Sie zur um sich greifenden „modernen“ Entsorgung von Alten und Kranken? Auch hier kann man sagen, bei der Euthanasie ist man in den Niederlanden ja schon viel weiter… So weit, dass manche Leute aus Holland sich Altersheime im Ausland suchen, weil sie befürchten, ohne Einwilligung zwangseuthanasiert zu werden.

      Und was meine Aussage zur Handkommunion betrifft, muss man sich natürlich in die Zeit zurückversetzen, in der die Form der knienden Mundkommunion die vorgeschriebene Form war (das war übrigens auch die Zeit, in der die Kirchen noch bis auf den letzten Platz voll waren). Vielleicht lesen Sie hierzu doch einmal das von mir empfohlene Buch (kosten ja nicht viel). Vladimir Palko (heute Mathematikprofessor, hat als früherer Minister der Slowakei seine christliche Überzeugung auch hochgehalten, wenn man dadurch nicht in der Wählergunst stand) beschreibt hier auch sehr überzeugend, wie die UN zusammen mit der EU seit Jahrzehnten dazu missbraucht wird, per Diktat und mit hinterlistigen Mitteln weltweit eine antichristliche Kultur zu etablieren.

      Papst Benedikt XVI. hat in der letzten Zeit nur noch die (kniende) Mundkommunion gespendet. Er hat aber auch gesagt, dass die Handkommunion, sofern die Gläubigen diese in der richtigen Weise (Ehrfurcht usw.) empfangen in Ordnung ist. Ich frage mich aber, warum können wir diese Ehrfurcht nicht auch mit äußeren Zeichen zeigen? Schämen wir uns etwas dafür, dass wir Jesus Christus als unseren König und Erlöser in besonderer Weise verehren, und dass wir anerkennen, dass ER selbst in der Hl. Hostie anwesend ist? Aber ich gebe auch zu, dass die knieende Mundkommunion dann unangebracht ist, wenn ich die falsche innere Einstellung zum Sakrament habe. Das wäre dann heuchlerisch. Und zu Ihrem Einwand: wer nicht knien kann, kann halt nicht knien. Unter anderem für diese besondere Situation hat die Kirche eben früher schon Ausnahmen gemacht, und heute ist die Ausnahme zur Regel geworden.

      Wissen Sie noch, was ein Sakrileg ist? Gottesraub. Früher wusste das (fast) jeder.

      Und jetzt nochmal zurück zum eigentlichen Thema. Wie kann es sein, dass ein Papst, im Flugzeug-Interview angesprochen auf die berühmte Fußnote in AL sagt, er erinnere sich nicht an eine Fußnote. Und man solle sich an Kardinal Schönborn wenden wg. der Auslegung von AL. Kardinal Schönborn wiederum sagte, das was in Wien schon seit 15 Jahren entgegen den geltenden Vorschriften aus Rom bereits (mehr oder weniger geheim) praktiziert wurde, ist nun endlich als neuer Maßstab anzusehen. Dem aber widersprechen einige Kardinäle, Bischöfe und Priester aufs energischste und es werden immer mehr. Kennen Sie das Schreiben Familiaris Consortio oder die Enzyklika Humanae Vitae? Falls noch nicht, empfehle ich das ebenfalls sehr zur Lektüre. Über bestimmte Glaubensinhalte hat die Kirche keine Verfügungsgewalt, auch nicht ein Papst. Ein Priester, der die Kommunion unzulässigerweise spendet, macht sich mitschuldig. Das heißt nichts anderes, als dass ein Gläubiger mit einer falschen Gewissensentscheidung einen Priester in eine Situation mit hineinzieht, in die ein Priester mit Sicherheit nicht freiwillig kommen möchte.

      Vielleicht merken Sie, welches Chaos mittlerweile durch AL entstanden ist. Wenn die eine Hälfte der Priester sagt „Ja“ und die andere Hälfte sagt „Nein“ zur Zulassung, dann können wohl nicht alle Recht haben. Oder es ist der Vorschlag gemacht worden, in Afrika machen wir das so und in Deutschland anders. Hat Jesus so etwas zu seinen Jüngern gesagt? Freilich ist jeder Bischof eigenverantwortlich für seinen Bereich zuständig und er darf nicht dulden, dass etwaige Häresien, die in anderen Bistümern (egal in wie vielen) vorherrschen, in seinem eigenen Bistum Fuß fassen. Die Gott-geweihten-Diener haben Gott die Treue geschworen und niemandem anders.

      Und so traurig das sein mag, wer die Wahrheit wissen will, muss sich dann selbst anstrengen, diese zu erfahren. Nun weiß ich aber auch (ebenfalls aus Selbsterfahrung), dass eine Vielzahl von Menschen heute ihr Wissen und ihr Gewissen aus dem Bauchgefühl heraus geformt haben (was schade ist) und es ablehnen, nach der Wahrheit zu forschen und gewisse Bücher zu lesen. Es könnte ja sein, dass die eigene Meinung widerlegt wird. Nachdem mich die Kirche unendlich viele Jahre nicht interessiert hat und die Vorschriften so gar nicht zu einem (nur scheinbar freien) Lebensstil passen, habe ich u. a. durch die Bücher des Mozarts der Theologie, Papst Benedikt XVI. (bzw. Kardinal Ratzinger) endlich Antworten auf meine Zweifel und Fragen erhalten. Und es ging mir wie Peter Seewald, der ja das erste Interview mit ihm in aggressiver und ablehnender Haltung führte und dann merkte, dieser Mann und die Kirche hat tatsächlich etwas zu sagen und es ist die Wahrheit.

      Einen wie ich meine guten Artikel zum Thema findet man auch hier:

      http://kath.net/news/56030
      Zur Situation der wiederverheirateten Geschiedenen nach „Amoris laetitia“. kath.net-Kommentar von Christian Spaemann
      (bitte dann aber auch bis zum Ende lesen):
      Vernünftige Grenzen können im spirituellen Bereich etwas sehr Positives sein. Sie bringen das, was sie umgrenzen, zum Leuchten. Sie fordern heraus zu fruchtbarer Auseinandersetzung und zum Wachstum. Werden Grenzen, dazu noch solche, über die die Kirche eigentlich gar nicht frei verfügen kann und die der personalen Natur des Menschen eingeschrieben sind, überschritten, so schwächt dies den einzelnen Gläubigen und die Kirche als Ganzes. Mit einem Begriff von Barmherzigkeit, der solch eine Entwicklung anstößt, ist niemandem gedient, schon gar nicht denen um die es geht. Was gegenwärtig passiert, stellt keine Vertiefung der Lehre dar, sondern ihre Verdunklung. Das kann keine guten Früchte tragen.

  15. Werner Baier

    In seinem Kommentar vom 28. Juli beklagt sich Manfred Smola über das Chaos, das durch „Amoris laetitia“ entstanden sei. Ich begreife nicht, was mit der Kirche los ist! Wenn auch dieser Papst mit dem Beistand des Heiligen Geistes gewählt worden ist, wenn er somit der oberste Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen ist, wenn er die Schlüsselgewalt des hl. Petrus übernommen hat, dann müssen wir davon ausgehen, dass Gott auf diese unsere Zeit mit all ihren Deformationen reagiert: Franziskus macht uns klar, dass wir nicht sklavisch an jedem Wort der Heiligen Schrift hängen müssen. Franziskus sagt – ich zitiere Bischof Oster (s. o.), die Kirche sei im Besitz einer soliden Reflexion über mildernde Bedingungen und Umstände im Blick auf die Schuld eines Menschen. Es sei daher nicht mehr möglich zu behaupten, „dass alle, die in irgendeiner so genannten ‚irregulären’ Situation leben, sich im Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben“ (Zit. Ende). Es muss dann m. E. in der g a n z e n katholischen Kirche die Möglichkeit geboten werden, dass diejenigen, für die mildernde Umstände gelten können, die Absolution erhalten und danach wieder offiziell zur hl. Kommunion zugelassen werden können. S. E. Bischof Oster ist daher meiner Meinung nach mit dem hier publizierten Fragenkatalog auf dem richtigen Weg. Doch wie es danach weitergeht, wie ich einem vorhergehenden Posting angefragt habe, ist noch immer nicht beantwortet. Schade, dass auch dieses – katholische – Forum nicht besser moderiert wird und man sich nicht um offizielle Stellungnahmen bemüht.
    Hier werden zu einem ganz speziellen Thema alle möglichen Fragen aufgeworfen und niemand schreitet ein. Was zum Beispiel tut hier die Frage: Ist die Tötung von Tieren nach Gottes Gebot erlaubt? – Kommentar von F. Lucia Huber. Ich erlaube mir mal eine ganz laienhafte, aber garantiert richtige Antwort: Ja! Denn: Auch der Sohn Gottes hat sich für sein Pessah-Mahl ein Lamm schlachten und zubereiten lassen. Er verhalf den Jüngern zum reichen Fischfang und speiste die 5000 mit Fisch und im Gleichnis vom verlorenen Sohn schildert Jesus, dass für das Wiedersehensfest der Ochse geschlachtet wird. Mithin: Wir können vegetarisch leben, aber dürfen uns vom Fleisch getöteter Tiere ernähren. In ähnlich verblüffender Weise lässt sich die Frage klären, ob wir Alkohol trinken dürfen (anders als die Moslems) – siehe Hochzeitswunder zu Kanaa oder den ins Blut verwandelten Tischwein oder das Anliegen Jesu, Arbeit im Weinberg zu verrichten. Ich bin allerdings noch nicht dahinter gekommen, aus welchen Worten Jesu sich die Kirche das Recht abgeleitet hat,
    Bilder von Gott – bis hin zu einer Taube für den Heiligen Geist – fertigen zu lassen (die Juden und Moslems kennen kein Bildnis Gottes),
    so unendlich reich zu sein oder
    selbst zu töten bzw. töten zu lassen (Zwangsmissionierungen z. B. in Amerika, Kreuzfahrten zur Befreiung des Heiligen Landes, Inquisition, Hexenverbrennungen etc.).
    Wenn das alles möglich war, dann dürfte die Kirche allmählich auch eine Lösung für die gottgläubig gebliebenen, katholischen, wiederverheirateten Geschiedenen finden. Zumindest für die, die am Scheitern ihrer ersten Ehe (fast) keine Schuld haben, meine ich, ganz laienhaft. Und richte dabei einen fragenden Blick an jene Hirten, die es zugelassen haben, dass pädophile oder homophile Priester oder Priester, die nicht zölibatär leben, das Brot brechen und davon essen – mit Hilfe ihrer schmutzigen Finger. Gott steh mir bei!

    1. Marie-Luise Ziller

      Sehr geehrter Herr Baier, bisher gab es im Bistum Passau keine Seelsorge für Geschiedene/Wiederverheiratete (zumindest nicht offiziell). Daher bin ich sehr froh, dass sich hier was bewegt. Ich stimme Ihnen zu, dass Bischof Oster mit dem Fragenkatalog und der damit verbundenen Aufarbeitung der Lebenssituation auf dem richtigen Weg ist. Eine ehrliche Reflektion der ersten Ehe und der Situation der Kinder ist meiner Meinung nach unbedingt nötig, um Frieden zu schließen im Herzen. Was danach kommt, das werden wir sehen.

      1. Manfred Smola

        Was machen wir denn dann mit der zweiten oder dritten und vierten gescheiterten Ehe? Müssten nicht alle gescheiterten Ehen eine ehrliche Reflektion erfahren? Sie merken, worauf ich hinaus will?

        Herr Baier, wenn Sie von den großen Sünden der Kirche sprechen, sollten Sie aber auch anerkennen, dass zwar manches, aber bei weitem nicht alles wahr ist, was von kirchenfeindlichen Medien verbreitet wurde. Ein gutes Buch um der Wahrheit hier näher zu kommen ist z. B. hier zu finden http://www.fe-medien.de/aber-die-kreuzzuege

        Der letzte Vorwurf (Missbrauch usw.) ist allerdings gar nicht von der Hand zu weisen, und hat die Kirche aufs übelste beschmutzt. Aber kann man die eigenen „Verfehlungen“ unter Verweis auf andere Sünder rechtfertigen oder deshalb für sich Ausnahmen einfordern? Verstehen Sie mich nicht falsch. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt und ich habe großen Respekt auch davor, dass Sie den Mut hatten, das alles in dieses Forum zu tragen. Nochmal: es geht nicht darum, Personen zu verurteilen – wir alle sind Sünder und bedürfen der Gnade. In der Nachfolge Christi sind wir auch dazu aufgerufen, einander zu lieben und zu helfen, und nicht uns gegenseitig zu beschimpfen oder zu bevormunden. Haben Sie einfach auch etwas Geduld mit unserem Bischof bei seinen unzähligen Aufgaben.

        Ob Sie Papst Franziskus – der AL ja sehr zweideutig und widersprüchlich (warum nur???) verfasst hat – vertrauen, überlasse ich Ihnen. Nähere Erkenntnisse ergäben sich, wenn Sie regelmäßig bei http://www.katholisches.info vorbeischauen (nicht unbedingt den Kommentarbereich). Ich jedenfalls orientiere mich weiterhin an Papst Benedikt XVI. (der ja früher auch unentwegt von vielen Seiten m. E. zu Unrecht angegriffen wurde, ohne dass jemand deshalb exkommuniziert wurde). Deshalb halte ich es auch für legitim, Papst Franziskus zu kritisieren oder ihm nicht zu folgen, wenn er unzulässigerweise von der Lehre abweicht.

    2. Lucia Huber

      Sehr geehrter Herr Smola,
      kann Herrn Baier nur zustimmen. Über die Gebote die geändert wurden, kann man viel diskutieren. Warum ich zuerst die Tiere nannte, weil sie immer vergessen werden. Weil es Gewohnheit wurde sie auszubeuten und misshandeln. Übrigens, wenn ich Mäuse im Haus hab, was passieren kann direkt auf dem Lande, es gibt Lebendfallen, es gibt Behältnisse um Spinnen, Wespen und Co zu fangen. Und auch Fliegengitter oder natürliche Öle zum schmieren. Stimme auch nicht für das Abtreiben, auch nicht für die Zwangs Euthanasie wenn es so sein sollte.
      Zur Kommunion, da hat mal ein Pater vor dreißig Jahren was gesagt, warum muss der Gläubige im Gottesdienst seine Ehrfurcht zeigen, aber kaum draußen geht´s los. Und ich frage mich warum schon wieder der Zwang. Entweder bin ich Ehrfürchtig oder nicht, das bin ich auch im Stehen.
      Herr Baier, es ging um die Gebote, weil Herr Smola meinte dass die Menschen die Gebote aufweichen wie es ihnen grad passt (die Kirche ändert und streicht). Tja da gehört nun mal diese Gebot auch dazu. Und ich stehe nach wie vor dazu. Tiere sind Gottes Geschöpfe mit Seele und ich denke wie der hl. Franziskus, sie sind unsere Brüder und Schwestern. Die Vermehrung von den Fischen, Jesus ist Gottes Sohn, er konnte als Mensch so vieles was die Menschen bis heute nicht verstehen. Er hat die Fische vermehrt, sie sind nicht vom Meer rausgesprungen.. Manifestation..

      1. Manfred Smola

        Sehr geehrte Frau Huber,
        selbstverständlich soll jeder das für sich selbst entscheiden können, ob er lieber die Handkommunion oder die Mundkommunion praktiziert. Ich habe nichts von Zwang geschrieben und halte auch nichts von Zwang – das würde unserem Glauben widersprechen. Notwendig wäre aber, dass die kniende Mundkommunion in den Kirchen auch wieder möglich gemacht wird. Also dass der Priester die beiden Formen und die Entstehung einmal wirklich näher erläutert und dass er sagt, dass es jedem frei gestellt ist, wie er sich entscheidet. Aber es sollten dann auch wieder Kniebänke Platz finden, um die kniende Mundkommunion auch äußerlich würdig empfangen zu können. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass jene, die sich für die Mundkommunion entscheiden auch größten Wert darauf legen, dass der Priester persönlich diese spendet und nicht ein Kommunionhelfer.

  16. Gudrun Wasserfaller

    Ich finde wer dich bewust ist. dass Gottes Größe alles fassbare übersteigt kann nur in die Knie gehen wenn ihm bewust ist dass Gott im Allerheiligsten Sakrament anwesend ist

    Gruss
    GW

  17. Mirko Zawiasa

    Hochwürdigster Herr Bischof Oster,

    vielen Dank für Ihr Schreiben und den hilfreichen Anhang!

    Die Kommentatoren/innen möchte ich ermutigen, mit einem Priester ihre spezielle Situation zu betrachten. Ein bischöfliches Schreiben kann nicht alle Einzelheiten jedes konkreten Menschenlebens betrachten. So dicke Bücher würde niemand lesen. – Für die einzelnen Gläubigen Menschen sind die einzelnen Priester vor Ort da. Die persönliche und personale Begegnung zwischen Ihnen und dem Priester bildet die Begegnung mit Christus ab und ist durch nichts zu ersetzen. Eine solche Begegnung braucht etwas mehr Mut als die unpersönliche Begegnung im Netz, jedoch hat sie auch mehr „Heilspotential“. – Im Gebet verbinde ich mich mit Ihnen, hochwürdigster Herr Bischof und mit Ihnen, liebe Kommentatoren/innen.

  18. Manfred Smola

    Hier nochmal eine ausführliche Analyse:

    http://www.katholisches.info/2016/08/03/freuden-betruebnisse-und-ho%EF%AC%80nungen-josef-seiferts-umfassende-analyse-zu-amoris-laetitia/

    Wem dieser Text zu lange ist, dem empfehle ich zur Lektüre das aktuelle Mitteilungsblatt „Der Ruf des Königs“ Nr. 58 der SJM Servi Jesu et Mariae, das auch AL zum Thema hat.

    http://sjm-congregation.org/htdocs/Downloads/RdK_2016_2.pdf

    Hier ein kleiner Auszug, welche Gefahren durch eine falsche Auslegung und Anwendung von AL drohen:

    „Wird die subjektive Perspektive zum Maßstab der Sakramentenordnung? Hier geht es um Grundsätzliches.

    Wenn Gläubige in irregulären Beziehungen unter Verweis auf ihr subjektives Gewissen die heilige Kommunion empfangen können, dann auch praktizierende Homosexuelle. Dann auch der Abtreibungsarzt. Dann müssten auch evangelische Mitchristen zu den Sakramenten zugelassen werden, wenn sie es mit ihrem Gewissen verantworten können. Und ebenso auch der gutwillig-integrierte muslimische Nachbar. Diese Themen stehen auf dem Spiel!

    Wenn AL im Sinn der Leseart B zu verstehen ist, dann wäre die Kommunionzulassung für Wiederverheiratete nur ein erster Schritt.“

Kommentieren