Christentum, Islam und Gewalt

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von Ludger Schwienhorst-Schönberger
Bischof Dr. Stefan Oster weist zurecht darauf hin, dass die „Ausübung von aggressiver Gewalt im Namen Jesu … nur als dramatisches Missverständnis“ zu beurteilen ist. Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Die Verwendung des Begriffs „aggressive Gewalt“ lässt jedoch die Frage aufkommen, ob es auch Formen „nicht-aggressiver Gewalt“ gibt. Wenn das der Fall sein sollte, stellt sich die Frage, wie die Heilige Schrift und die Lehre der Katholischen Kirche dazu stehen.

I. Eingrenzung der Gewalt durch Gewalt

Die Bibel und die Lehre der Kirche gehen davon aus, dass es zwei unterschiedlich zu bewertende Formen von Gewalt gibt: eine rechtmäßige Gewalt, die gewöhnlich „potestas“ (Macht) genannt wird, und eine unrechtmäßige Gewalt, die gewöhnlich „violentia“ genannt wird. Der Bischof spricht über den zweiten Typ der Gewalt, die „aggressive Gewalt“. Ich möchte etwas zum ersten Typ, der rechtmäßigen Gewalt sagen, weil auch ihre Beurteilung für das Verständnis des Christentums – gerade in unserer Zeit – wichtig ist.

Im Hintergrund der Unterscheidung steht das Dilemma von Recht und Gewalt. Einerseits soll die Gewalt durch das Recht überwunden werden. Anderseits ist dies aber nur möglich, wenn das Recht mit Gewalt ausgestattet wird. „Denn was könnte gegen Gewalt ohne Gewalt getan werden“, fragt Cicero (Epistolae ad familiares XII,3). Eine Gesellschaft, in der es Freiheit und Gesetz gibt, aber keine Gewalt, die dem Gesetz Anerkennung verschaffen könnte, bezeichnet Immanuel Kant als Anarchie. Innerhalb des Alten Testaments wird uns eine solche Gesellschaft im Buch der Richter vor Augen geführt. Das Volk ist in die Freiheit und in das Land geführt worden, ihm wurde das Gesetz, die Tora, gegeben, aber es fehlte eine Gewalt, die dem Gesetz Geltung verschafft: „In jenen Tagen gab es noch keinen König in Israel; jeder tat, was ihm gefiel“ (Ri 21,25 u.ö.). Es herrscht Anarchie. Ri 17-21 erzählt von eklatanten Verstößen gegen das Gesetz (Massentötungen und Frauenraub usw.) und plädiert damit für das Königtum (modern gesprochen: für den Staat), näherhin für das davidische Königtum, d.h. für eine Instanz, die dem Recht Geltung verschafft. In Ps 72, dem „Testament Davids an seinen Sohn und Nachfolger Salomo“ (in der Überschrift muss es „für Salomo“, nicht „von Salomo“ heißen!), wird uns ein solcher König vor Augen gestellt: Es soll ein König sein, der das Volk in Gerechtigkeit regiert, der den Gebeugten Recht verschafft und der den Gewalttätigen zermalmt. Was hier beschrieben wird ist der Sache nach die Idee des modernen Rechtsstaates: Die Gewalt wird monopolisiert und an das Recht gebunden. Deshalb weist der Berliner Historiker Heinrich August Winkler darauf hin, dass „das normative Projekt des Westens“ nicht ohne den jüdisch-christlichen Monotheismus verstanden werden kann (Geschichte des Westens, Bd. I, München 2009, 25-46). Damit das Recht nicht nur „leere Anpreisung“ (Kant) bleibt, muss es also mit Gewalt ausgestattet sein.

Rückgriff auf das Alte Testament

Diese Anwendung rechtmäßiger Gewalt hat die katholische Kirche nie infrage gestellt. Sie steht damit in bester biblischer Tradition. In der Gestalt der Blutrache, die in Gesellschaften ohne Zentralgewalt eine später vom Staat übernommene Aufgabe übernimmt, wird sie sogar von Gott nach dem urgeschichtlichen Brudermord gestiftet (Gen 4,15). Ihr Kerngedanke lautet: Eingrenzung der Gewalt durch Androhung und Anwendung rechtmäßiger Gewalt.

Das Alte Testament befasst sich über weite Strecken mit diesem Thema. Davon wird durch das Neue Testament nichts zurückgenommen. Im 13. Kapitel des Römerbriefes gibt Paulus zu erkennen, dass er selbstverständlich in dieser Tradition steht, wenn schreibt: „Denn es gibt keine Gewalt (potestas), die nicht von Gott stammt … Denn nicht ohne Grund trägt sie das Schwert. Sie steht im Dienste Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der Böses tut.“ Aus dem letzten Satz geht eindeutig hervor, dass die ganze Argumentation nur dann dem christlichen Glauben entspricht, wenn die staatliche Gewalt an das Recht gebunden bleibt: „Vor den Trägern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die böse Tat zu fürchten“ (Röm 13,3). Offen bleibt die Frage nach der Berechtigung des Tyrannenmordes, die später Thomas von Aquin ausführlich und differenziert behandelt. Paulus war also nicht der Ansicht, dass die Ausübung rechtmäßiger, staatlicher Gewalt der Botschaft Jesu widerspreche.

Katechismus kennt die Notwehr

Weshalb ich so ausführlich darauf eingegangen bin: Nach Lehre der katholischen Kirche widerspricht diese Form der Gewaltanwendung nicht der Botschaft Jesu. Die Kirche geht sogar soweit, dass sie das Recht auf Todesstrafe in extremen Fällen dem Staat nicht abspricht. Zumindest sagt das der Katechismus der katholischen Kirche (KKK), approbiert von Papst Johannes Paul II. vom 25. Juni 1992, unter Nr. 2266: „Der Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft erfordert, dass der Angreifer außerstande gesetzt wird zu schaden. Aus diesem Grunde hat die überlieferte Lehre der Kirche die Rechtmäßigkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzmäßigen öffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verhängen, ohne in schwerwiegendsten Fällen die Todesstrafe auszuschließen.“ Hier ist allerdings zu ergänzen, dass Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika „Evangelium vitae“ zwar an der Todesstrafe als letztes Mittel zum sozialen Selbstschutz der Gesellschaft festhält, dann aber fortfährt: „Solche Fälle sind jedoch heutzutage infolge der immer angepassteren Organisation des Strafwesens schon sehr selten oder praktisch überhaupt nicht mehr gegeben.“ Im Jahre 1999 ging der Papst noch einen Schritt weiter und richtete einen Appell an alle Staatsführer, eine internationale Übereinkunft zur Abschaffung der Todesstrafe zu erreichen. (N.B.: Kardinal Schönborn sagte mir allerdings, bei der leichten Revision des KKK habe es an genau dieser Stelle eine Korrektur gegeben – auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Johannes Paul II., so dass die Todesstrafe jetzt auch nicht mehr als ultima ratio einer staatlichen Notwehr gebilligt würde – aber nicht aus prinzipiellen, sondern aus historisch-kontingenten Gründen. Leider bin ich nur im Besitz der Fassung des KKK von 1992 und auf der Homepage des Vatikans konnte ich im deutschen Text der Ausgabe von 1997 keine Änderung feststellen).

Eine „Handlung mit Doppelwirkung“

Das Thema wird im KKK unter der Überschrift „Notwehr“ abgehandelt, und darum geht es mir (und nicht um die Todesstrafe). Der entscheidende Punkt ist, dass jemand, der einen anderen Menschen im Falle der Notwehr tötet, weder gegen das 5. Gebot noch gegen die Bergpredigt verstößt. In gewissen Situationen kann er sogar dazu verpflichtet sein, etwa wenn er Verantwortung für andere trägt. Um ein aktuelles Beispiel zu bringen: Der Polizist, der den Amokfahrer von Nizza erschossen hat, hat nicht gegen das 5. Gebot verstoßen. Wenn er Katholik war, muss er die Tat also nicht beichten. Der KKK sagt das sehr klar unter den Nr. 2263 – 2265: „Die Notwehr kann für den, der für das Leben anderer oder für das Wohl seiner Familie oder des Gemeinwesens verantwortlich ist, nicht nur ein Recht, sondern eine schwerwiegende Verpflichtung sein“ (2265). Die Argumentation beruft sich auf den heiligen Thomas von Aquin, den „allgemeinen Lehrer der Katholischen Kirche“. Die Argumentationsfigur lautet „Handlung mit Doppelwirkung“: „Aus der Handlung dessen, der sich selbst verteidigt, kann eine doppelte Wirkung folgen: die eine ist die Rettung des eigenen Lebens, die andere ist die Tötung des Angreifers“ (s. th. II-II, q. 64, a. 7 i.c.a.: „Ex actu igitur alicuius seipsum defendentis duplex effectus sequi potest, unus quidem conservatio propriae vitae; alius autem occisio invadentis“).

II. Überwindung der Gewalt durch Gewaltlosigkeit

Dem Alten Testament geht es vor allem um die Eingrenzung der Gewalt durch Gewalt. Jesus hebt dieses Modell nicht auf (vgl. Mt 5,17-20), sondern geht einen wesentlichen Schritt darüber hinaus: Ihm geht es um die Überwindung der Gewalt durch Gewaltlosigkeit. Dabei konnte das Neue Testament Modelle aufgreifen und weiterführen und mit der Person Jesu verbinden, die bereits im Alten Testament entwickelt wurden, wie das Leiden und die Rettung des Gerechten (Psalmen; Weish 1,16-3,12) und das Motiv vom Gottesknecht (Jes 52,13-53,12). Mit diesem Thema hat sich Bischof Dr. Stefan Oster ausführlich befasst und ich habe dem eigentlich nichts hinzuzufügen. Wichtig ist mir der Hinweis, dass das Modell „Eingrenzung der Gewalt durch rechtmäßige Gewalt“ damit nicht aufgehoben, sondern weitergeführt wird. Beim Modell „Überwindung der Gewalt durch Gewaltlosigkeit“ geht es um Heilung und Erlösung, um die „Arbeit“ an den Tiefenstrukturen einer aus der Gottlosigkeit hervorgehenden Gewalt. Wenn wir in Theologie und Verkündigung aber ausschließlich dieses zweite Modell thematisieren und das erste überhaupt nicht mehr erwähnen und implizit vielleicht sogar den Eindruck erwecken, Jesus habe das erste Modell (und mit ihm das Alte Testament) mehr oder weniger verworfen und allein das Modell „Überwindung der Gewalt durch Gewaltlosigkeit“ sei adäquater Ausdruck des christlichen Glaubens, entsteht in der Öffentlichkeit leicht der Eindruck, das Christentum sei eine Religion für Weltfremde. Konsequent durchdacht würde das bedeuten, dass Christen keine Polizisten werden und keine Verantwortung im Staat übernehmen dürften. Wir würden damit Politikern, die sich aus christlicher Verantwortung um staatliche Angelegenheiten bemühen, den Boden unter den Füßen wegziehen. Heidnische Philosophen der Antike haben den Christen den Vorwurf gemacht, mit ihrer Lehre würden sie die staatliche Ordnung unterminieren, mit ihnen könne man „keinen Staat machen“. Von jüdischer Seite war der Vorwurf zu hören, Jesus zerstöre mit seinen sabbat- und familienkritischen Worten das Leben der Familien. Das sind sehr ernst zu nehmende Vorwürfe, mit denen sich beispielsweise Papst Benedikt XVI. in seinem Jesus-Buch redlich auseinandersetzt. Die christliche Theologie hat sich im intensiven Gespräch mit der antiken Philosophie um ein angemessenes und letztlich vertieftes Verständnis des Evangeliums bemüht und die heidnischen Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen (vgl. u.a. Origenes, Contra Celsum).

Symbiose von Bibel und Vernunft

So konnte das Christentum bereits ab dem 2. Jh., vor allem dann aber im 3. und 4. Jh., in intellektuellen Kreisen der römischen Gesellschaft argumentativ überzeugen. Marius Victorinus und Augustinus dürften die bekanntesten Beispiele dafür sein. Vor allem unter dem Einfluss der Bischöfe gelang es, Extrempositionen wie Gnostizismus und Montanismus als unangemessene Deutungen Jesu und seiner Botschaft zu verwerfen. Damit fand eine wichtige Weichenstellung statt, die auf eine Kompatibilität von Vernunft (Philosophie) und Bibel (Christentum) hinauslief. Jesu Botschaft ist, richtig verstanden, zutiefst vernünftig. Jesus war kein Spinner. Die Symbiose von Bibel und Vernunft hat in der Theologie und Spiritualität Meister Eckharts eine nach wie vor faszinierende Gestalt gefunden. Eckhart will zeigen, „dass das, was die Wahrheit der Heiligen Schrift in Bildreden (parabolice) gleichsam verborgen andeutet, mit dem, was wir über Gott, das sittliche Handeln und die Natur beweisen und ausführen, übereinstimmt“ (Liber parabolarum Genesis, prologus 4). So gesehen war die „Konstantinische Wende“ kein prinzipieller Sündenfall in der Geschichte des Christentums, wie häufig dargestellt.

III. Christentum, Islam und Gewalt

Dass der Islam von seiner Ursprungsgeschichte her in der Gestalt des Propheten Mohammed eine stärkere Affinität zur Gewalt aufweist als andere Religionen, dürfte nicht zu bestreiten sein. Mohammed hat erfolgreich Kriege geführt, was von keinem Muslim bestritten wird. Die Geschichte des Islams ist – zumindest in ihren Anfängen – eine Siegergeschichte. Nachdem Mohammed mit seiner Botschaft überwiegend auf Ablehnung gestoßen war, erschien sein Sieg über die Mekkaner bei Badr im Jahr 624 den Zeitgenossen als das eigentliche Beglaubigungswunder. Als Sieger in der Schlacht fand Mohammed über den engeren Kreis seiner Anhänger hinaus Anerkennung als ein von Gott erwählter Prophet. Dieses Modell hat Mohammed erfolgreich durchgezogen. Immer wenn es zum Stillstand der Expansion kam, fand er neue Möglichkeiten, sie an anderer Stelle fortzusetzen. So konnten in kurzer Zeit große Teile der arabischen Halbinsel bis nach Syrien eingenommen werden. Zur Ursprungsgeschichte des Islams gehört also der militärische Erfolg. In der Forschung wird darauf hingewiesen, dass dieses Motiv für den Übertritt vieler Stammesführer zum Islam ausschlaggebend gewesen sein dürfte.

Christentum begann mit einer Niederlage – dem Tod am Kreuz

Die Ursprungsgeschichte des Christentums ist anders verlaufen. Die Argumentationsfigur „Legitimation der religiösen Botschaft durch militärischen Sieg“ trat erst relativ spät in die Geschichte des Christentums ein (im Westen erst ab dem 4. Jahrhundert; Konstantin: „In diesem Zeichen wirst du siegen“ – so zumindest in einer späteren Deutung; Chlodwig usw.). Sie gehört nicht zu seiner Ursprungsgeschichte und somit nicht zu seinem Selbstverständnis. Im Gegenteil, am Beginn des Christentums stand eine Niederlage, der Tod, das Kreuz. Und diese Niederlage wurde nicht durch einen militärischen Sieg wettgemacht, sondern sie wurde angenommen und durchlitten. Es gab keinen Rachefeldzug. Das Kreuz impliziert eine prinzipielle Umwertung der Begriffe von „Ehre“ und „Schande“. Das Leid wird damit zu einem Ort, an dem Gott gegenwärtig ist.

Somit gehört die Gewalt als eine erlittene und nicht als eine siegreich ausgeübte zur Ursprungsgeschichte des Christentums. Es gibt im Neuen Testament keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass es Jesus und seinen Anhängern um eine gewaltsame Durchsetzung ihres „Projektes“ ging. Vielmehr ist die Überwindung der Gewalt durch Gewaltlosigkeit das Modell ihrer Mission. Diese verlief in den ersten drei Jahrhunderten gewaltlos. Und auch in den Jahrhunderten danach bildeten – entgegen einem verbreitete Klischee – „Ausbreitung des Christentums durch blanke Gewalt, Zwangsmission bei gleichzeitiger politischer Unterwerfung … eher die Ausnahme“ (Ernst-Dieter Hehl, WBG Weltgeschichte. Bd. III. Weltreligionen und Weltdeutungen 600 bis 1500, hg. von J. Fried / E.-D. Hehl, Darmstadt 2010, 10).

Buch Josua im Kontext zu verstehen

Dem widerspricht nicht das Alte Testament (vgl. meinen Beitrag: „Christentum ohne Altes Testament?, in: Herder Korrespondenz 8/2016, 26-30). Oft wird in diesem Zusammenhang auf alttestamentliche Texte verwiesen, die das Projekt einer gewaltsamen Durchsetzung religiöser Ansprüche, verbunden mit einer Ausrottung ganzer Völker, zu rechtfertigen scheinen. Gewöhnlich wird in diesem Zusammenhang das Buch Josua genannt. Doch sowohl die innerbiblische Exegese als auch die frühe Auslegungsgeschichte haben Sicherungsmechanismen eingebaut, um ein wörtliches Verständnis dieser und anderer ähnlich lautender Texte zu unterbinden. So endet die Tora, der erste und grundlegende Teil des Alten Testaments, nicht mit der gewaltsamen Eroberung des Landes, sondern mit einem Ausblick auf das Land. Wenn man also in der synagogalen Lesung am Ende des Buches Deuteronomium angelangt ist, geht es nicht mit Josua weiter, sondern es geht wieder von vorne los mit der Erschaffung der Welt im Buch Genesis. Das Land rückt damit in einen eschatologischen Horizont. Hier konnte das Neue Testament nahtlos anknüpfen: „Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land in Besitz nehmen“ (Mt 5,5). Die eigentliche Landnahme steht also noch aus.

„Außer die selbst sollst du kein Schlachtfeld suchen“

Der christliche Theologe Origenes (185 – 253 n. Chr.) verstand die im Buch Josua erzählten Kämpfe als „innere Kämpfe“. Josua war für ihn eine figura Christi (im Griechischen heißt Josua Jesus – also wie der Jesus des NT). Würden wir die Texte wörtlich verstehen, so Origenes, dann müssten wir täglich Blut vergießen. Das aber kann nicht gemeint sein. In der 5. Predigt zum Buch Josua schreibt Origenes: „Außer dir selbst sollst du außen kein Schlachtfeld suchen. In dir ist der Kampf, den du führen, im Inneren ist das morsche Gebäude, das du abreißen musst; dein Feind kommt aus deinem Herzen.“ In diesen und vielen anderen Texten zeigt sich das Selbstverständnis des Christentums als einer geistigen Religion.

Von daher ist es problematisch, wenn Christentum und Islam als in gleicher Weise gewaltanfällig hingestellt werden. Hier werden Unterschiede, die in der Genese und im Selbstverständnis der beiden Religionen begründet liegen, verwischt. Deshalb halte ich die in diesem Zusammenhang gestellten kritischen Anfragen von Bischof Oster für berechtigt. Sie können helfen, im respektvoll geführten Dialog Grundfragen des eigenen Selbstverständnisses zu klären und möglicherweise auch zu modifizieren. Auf diese Weise wird das friedliche Zusammenleben der Religionen gefördert und zugleich die gemeinsame Suche nach der Wahrheit stimuliert.


 

Univ. Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger hat den Lehrstuhl am Institut für Alttestamentliche Bibelwissenschaft der Universität Wien inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind Alttestamentliche Rechts- und Weisheitsliteratur, Biblische Theologie und Hermeneutik, Geschichte der Schriftauslegung, Exegese und Spiritualität sowie Exegese und Philosophie.

Kommentare

  1. Gudrun Wasserfaller

    Dieser Artikel bringt mich zum Weinen.
    Jesus sagt „Keine Gewalt“als Pertus das Schwert zieht.
    Jesus sagt“Vergeltet nicht Böses mit Bösem“
    Jesus sagt“Liebet eure Feinde“
    Das Schwert als Zeichen für Gottes Wort.
    Gewalt werden wir nie besiegen,töten wir einen“Bösen“gibt es den nächsten“Bösen“
    Das Gesetz als Autorität soll besimmt zerstörende Menschen eingrenzen aber Mord bleibt Mord.
    Es ist so leicht gesagt solange man nicht zur Notwehr gezwungen wird.
    Christen dürfen nicht töten .
    Wie sollte das Böse „Böses besiegen?Stehen doch die Mächte der Finsternis dahinter.Diese Dämonen werden immer neue Kanäle finden.
    Unsere einzige Chance ist ,den Hass nicht zu erwiedern,auch wenn man sich als Mensch manchmal wünschen würde dass…
    Wir müssen die Ursachen beseitigen die solche Gewalttaten verursachen.
    In der Sichtweise dass Veles Sünde ist worauf sich Islamisten beziehen würde sich der Einsatz lohnen die Sünden zu besiegen unsere wahren Feinde.
    Warum greift das Staatssystem den Arzt der Abtreibungen vollzieht nicht an?Ist das nicht auch Gewalt?
    Warum wird so ein „Täter“nicht gerichtet?
    Warum werden Politiker die solche Gesetze zustimmen nicht als“Verbrecher“gesehen“
    Kinderschänder selbst manche Geistliche .
    Hat Gott Ausnahmen gemacht in der Getechtigkeit.?
    Jesus hat am Kreuz allen Vergeben?
    So ist Christentum ,eine Hürde die nur aus Gnade dem Wort treu bleiben kann.

    Bischof Oster hat mit dem Lamm Gottes ,die Wahrheit erwähnt und ich danke von Herzen dafür.
    Wir müssen beten wenn der Feind kommt.Wir müssen leben wie es Gott gefällt und erkennen das der Islam im Bezug auf Sünde in unserer Gesellschaft eine rechte Sichtweise hat.
    Selbstverständlich sind diese Taten nicht gerechtfertigt.
    Kann man nur erflehen dass man nie in so eine Situstion kommt
    Richtet nicht..wir müssen den eigenen Balken sehen.
    Erwiedert das Böse nicht mit Bösem!
    Das Böse ist niemals von Gott.
    Wir stehen Prüfungen gegenüber ,unser Glaube wird geprüft ,und unsere einzige Waffe ist Gotttes Wort an unsere Gesellschaft an uns selbst
    Die staatliche Autorität soll sich in erster Linie Gott zuwenden gegen die Sünde wenden,das Gebet zu den Dämonen.
    Wer in tiefem Glauben steht wird von Gott zu rechter Zeit ,recht handeln.

    GW

  2. Bernhard Kuenzner

    Ich bin kein Theologe, aber ich kann als einfacher Mensch nicht verstehen, wo zwischen dem Eroberungszug des Volkes Israel und dem der Anhänger Mohammeds unterschieden werden kann. Beide töteten Tausende im Namen ihres Gottes. Massenmord – egal, ob von einer staatlichen Institution erlaubt oder nicht – kann nicht gerechtfertigt sein. Eine Deutung des Alten Testaments, die darauf hinausläuft, dass ich unangenehme Passagen zu Symbolen erkläre, andere jedoch als historische Tatsachen, ist wenig glaubwürdig.

  3. Petra van Stekelenburg

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwienhorst-Schönberger,

    Auch wenn Sie Ihren Beitrag an Herrn Bischof Oster persönlich gerichtet haben, so fühle ich mich in gewissermaßen ebenfalls angesprochen und möchte Ihnen in einer mehr überschaubaren und verständlichen Kurzfassung gerne mein Sachverstand über dieses Thema erläutern!

    Für ein besseres Verständnis sei hier noch folgendes vermerkt!
    Was uns beiderseits in unseren Beiträge wesentlich von einander unterscheidet ist bei Ihnen der intellektuelle höherer Ausbildungsgrad während ich die praxisorientierte göttliche Wissenschaftslehre in der neutestamentlichen Jüngerschaftsschule Jesu mit Erfolg absolviert habe!

    Erfahrungsgemäß geht es mir im Beitrag hauptsächlich darum, alle Geschöpfe Gottes wieder für die Existenz des oft in Vergessung geratene übernatürliche göttliche Wesensgleichheit, wovon auch unsere Mutter Erde durchdrungen ist, zu sensibilisieren um ihnen somit eine Hilfestellung vom tatsächlichen Sinn unseres Lebens hier auf Erden zu geben. Ja, aufzuzeigen, dass auch der Staat diese göttliche Macht anerkennen-, und danach handeln muss in Zusammenarbeit mit unserem Schöpfer!
    Obwohl wir in dieser „noch“ erbsündig gebrochenen Welt leben, so darf der Staat, allein schon aufgrund ihrer Eidesformel „So wahr mir Gott helfe“, niemals ihre willkürlich eigenen Interessen aufgrund einer oft schnellen Verabschiedung neuer Gesetze zum Nachteil der ihnen anvertrauten Geschöpfe missachten. Sie tut es aber immer wieder!

    Aufgrund der aktuellen gegenwärtigen brisanter Geschehnisse ist es ohne Einbeziehung unseres Schöpfers unmöglich das ganze Ausmaß der oft unerwarteten Gewaltausbrüche bereits schon im Vorfeld zu erfassen um dementsprechend auch zu handeln, besonders dort, wo Entscheidungen aus einer schwierigen Lage getroffen werden müssen.
    Biblisch formuliert: „Wie können Blinden, Blinden führen“!
    Daher plädiere ich zusammen mit Bischof Oster für das Streben nach der prinzipiellen Grundlage in Person des Erlösers, damit in der Welt die Annäherung an den ersehnten Frieden endlich in ihrer höchsten Form Frucht tragen kann!

    Ja, die Welt und hier besonders alle Parlamentariers haben nichts nötiger als Christus, den Gewaltlosen, und sein Evangelium von der Versöhnung mit Gott, dem Vater, laut Bischof Oster!
    Ja, sie hat nichts mehr nötig als die Bekehrung zu ihm!

    Wenn aber zum Beispiel Politiker, Rechtsanwälte, Polizisten etc. eine persönliche Bekehrung mit Gott erleben, dann könnten sie grundsätzlich ihre Funktionen oft nicht mehr ausüben, weil sie aufgrund dieser „wunderschönen“ Erfahrung nicht mehr im weltlichen-, sondern meistens im übernatürlichen Denken verankert sind.

    Zu guter letzt muss ich Ihnen in aller Freundschaft ehrlich gestehen, dass beim Lesen Ihres Beitrags bei mir gefühlsmäßig Zweifel über die Ernsthaftigkeit Ihrer Aussagen, aufgrund mancher Satzformulierungen aufkamen! Berechtigt oder nicht, die Antwort überlasse ich Ihnen!
    Erstaunt war ich jedoch über die Erwähnung von „Meister Eckhart“, zumal er sehr umstritten war und von Papst Johannes XXII, aufgrund einige seiner Aussagen, sogar ein Verbot zur weiteren Verbreitung seiner Werke bekam!

    Mit dem wunderschönen Beitrag über die „Einübung ins Warten auf den Herrn“, von Bischof Oster an die Jubilarinnen des Ordensleben, lade ich gerne alle ein, uns gemeinsam im Gebet zu vereinen so, dass das Warten auf unseren König, ja, auf seine herrlichen Wiederkunft sich bald erfüllt, Amen!

  4. Ludger Schwienhorst-Schoenberger

    Sehr geehrte Frau van Stekelenburg,

    da die Ansicht, Meister Eckhart sei als Häretiker verurteilt worden, auch in Theologenkreisen verbreitet ist und sie darauf ansprechen, möchte ich Ihnen dazu kurz einige Hinweise geben:

    Meister Eckhart – ein treuer Sohn der Kirche

    (1) Der Prozess um Eckhart ist in der Forschung inzwischen gründlich untersucht worden. Als Ergebnis hält der Philosophieprofessor Theo Kobusch fest: „Im ganzen ergibt somit die Untersuchung, dass Meister Eckhart als rechtgläubiger Christ rehabilitiert ist und als ‚treuer Sohn’ der Kirche gilt“ (Die Philosophie des Hoch- und Spätmittelalters, München 2011, 368).

    (2) Im Jahre 1980 entschloss sich die Englische Ordensprovinz der Dominikaner, eine Petition an das Generalkapitel des Ordens zu richten, die heilige Glaubenskongregation unter der damaligen Leitung von Kardinal Ratzinger solle die Möglichkeit untersuchen lassen, „eine offizielle Deklaration der Orthodoxie Meister Eckharts zu promulgieren und die Verurteilung einiger seiner Thesen, die die Bulle „In agro dominico“ vom 27. März 1329 enthält, zurückzunehmen.

    Am 15. August 1992 ließ der Ordensgeneralobere Timothy Ratcliffe in seinem Schreiben an den Präsidenten der Eckhart Society Peter Talbot Wilcox mitteilen: „Ich bin nicht sicher, dass Sie davon informiert wurden, dass wir uns eingesetzt haben, um die Zensur Eckharts aufheben zu lassen und dass uns mitgeteilt wurde, dass dies in der Tat nicht vonnöten sei, da er niemals mit Namen verurteilt worden sei; lediglich einige Propositionen, von denen angenommen wurde, dass er sie vertreten habe, so dass wir vollkommen frei wären davon zu sprechen, dass er ein guter und orthodoxer Theologe sei.“

    Der Eckhart-Fachmann Prof. Heinrich Stirnimann, der als Vorsitzender der Kommission mit dem an Kardinal Ratzinger gerichteten Antrag befasst war, fasst das Ergebnis in seinem Bericht so zusammen: „eine ‚Rehabilitierung’ Eckharts im juristischen Sinne erübrigt sich, da Eckhart ja nicht verurteilt wurde.“

    Der Eckhart-Fachmann Prof. Georg Steer schreibt dazu: „Mit der Anerkennung von Eckharts Erbe als wesentlich für Religion und Mystik heute durch den Obersten Glaubenshüter und mit der Einschätzung Eckharts als „guter und orthodoxer Theologe“ wurde das Omen der ‚Häresie’ von seinem Namen genommen. Als vir doctus et sanctus weist Eckhart, und mit ihm Heinrich Seuse und Johannes Tauler, in die Zukunft.“

    (3) In dem mit Peter Seewald erstellten Interview-Band „Salz der Erde“ sagt Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. zu Meister Eckhart: „Der Dialog mit den anderen Religionen ist im Gang. Wir sind, glaube ich, alle überzeugt, dass wir zum Beispiel von der Mystik Asiens etwas lernen können, und dass gerade die großen mystischen Traditionen auch Begegnungsmöglichkeiten eröffnen, die in der positiven Theologie nicht so deutlich sind. Insofern hat das Erbe eines Meister Eckhart, der ganzen mittelalterlichen Frauenmystik oder vor allem auch der großen spanischen Mystik heute im Religionsdialog eine wesentliche Bedeutung“ (Joseph Ratzinger / Benedikt XVI., Salz der Erde. Gott und die Welt. Gespräche mit Peter Seewald, Ausgabe 2006, S. 280f).

    (4) Auf die Anfrage des ehemaligen Vorsitzenden der deutschen Meister-Eckhart-Gesellschaft Prof. Dr. Dietmar Mieth an Kardinal Ratzinger kam seinerzeit eine ähnlich positive und ermutigende Antwort.

    Sie dürfen sich also guten Gewissens mit den Schriften dieses großen Dominikaners und Theologen befassen.

  5. Gudrun Wasserfaller

    Ich bitte darum die hl Hl Schriftstellen zu lesen.
    Matth5,21-26
    Matth5,38
    Lukas3,14
    Joh.16,2-3
    Joh8,44
    Joh10,10-17
    Joh.162-3 spricht Jesus „dass Sie kommen werden um zu töten und glauben Gott eine gute Tat zu tun,weil sie den Sohn und den Vater nicht erkannt haben“
    Jesus der Friedesfürst hat sein Leben als Lamm Gottes hingegeben.
    Die textstellen zeigen deutlich ,wer der Mörder von Anfang an ist.
    Folget mir nach,spricht der Herr.
    Das Vaterunser ist von göttlicher Herrlichkeit ein machtvolles Gebet,vll sogar das machtvollste Werkzeug das unser Herr uns zu beten und zu leben gelehrt hat .
    Es beinhaltet das Gesetz und die Gnade.
    In keinem Gebet ist Gottes Wille so vereint mit der Feindesliebe.
    Wir sollen beten das die Menschheit Jesus und den Vater erkennen,dann werden sie Gnade erhalten vom töten abzulassen.
    Gott jedoch hat in der Abschiedsrede gesagt wie es kommen wird.
    In der hl.Offenbarung gesagt wie es kommen wird.
    Jesus ist der Richter er könnte jeden tötenden sofort auslöschen.Er ist Richter über Leben und Tod.
    Wenn wir richten ,werden wir durch das Schwert umkommen.
    Gott gefällt die Barmherzigkeit,wir müssen nicht zuschauen ,wir dürfen unser Leben hingeben.Wollen wir das Vaterunser über all dieses Weltgeschehen beten.
    Wer richtet wird gerichtet werden.
    Wenn alle Menschen Christus erkennen dann erst kann Friede sein.
    Wer wird das Wort hinaustragen?
    Wollen wir der Welt den Friedefürst bringen.Den Regierungen,der Staatsgewalt …?
    Weltweit eine Vaterunser Gebetsstunde einzurichten unter Christen wäre unsere Waffenrüstung“. „Dein Wille geschehe“
    Es geht um Glauben um Nachfolge ,wenn ich so sagen darf nicht um die Taten der Schriftgelehrten und Pharisäer die Gottes Wort lehrten und letztendlich getötet haben.Unsere Herzen dürfen keine Mördergrube sein.
    Darum lasset uns beten,wie es der Herr uns gelehrt hat.“Vater unser..“

    GW

  6. Petra van Stekelenburg

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwienhorst-Schönberger,

    Sie werden nun bestimmt schmunzeln, wenn ich Ihnen mitteile, dass Ihre folgende Satzformulierung „Es gibt keine Gewalt, die nicht von Gott kommt“ mich ordentlich beschäftigt hat.
    Jetzt ist mir bewusst geworden, dass Sie ja von der alttestamentlichen Zeit aus gedacht haben, während ich mehr in der neutestamentlichen Zeit der Liebe Zuhause bin!

    „Kriege könnten über Nacht beendet werden, wenn mehr gebetet würde“

    Aufgrund dieser Bitte unserer Gottesmutter Maria in vielen weltweiten Marienerscheinungsorte, brennt mir das Herz noch einmal auf Ihren Beitrag betreffende der Gewalt einzugehen!

    Eigentlich müsste uns diese Bitte in der jetzigen endzeitlichen bestehenden Welt dringend zum Nachdenken anregen, denn hier stellt sich nämlich die Frage, warum wir ihre Bitte um mehr Gebet vermeintlich noch nicht nachgekommen sind!
    Bedenken wir, wie viele Gebete und heilige Eucharistiefeiern täglich beziehungsweise überall in der ganzen Welt sowohl in Klöster, Christlichen Gemeinschaften als auch auf vielen Wallfahrten gebetet und Messen zelebriert werden!

    Meiner Ansicht nach, liegt die Erklärung in dem Wort „Herzensgebet“ zugrunde und schließt sogar eine Beendigung des Phänomens von Kriege und Gewaltausbrüche nicht aus!
    Erfahrungsgemäß können wir ein Herzensgebet vergleichen mit einem immer währendes Gebet, dass stets in der Gegenwart Gottes gelebt wird, vorallem womit wir uns beschäftigen und in den Begegnungen.
    Für die Verwirklichung dieses Herzensgebet verweist einzig das Vaterunsergebet darauf hin, wobei der Schlüssel in der fünften Bitte „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben“ zu finden ist! Ja, das für einander eintreten ist wirklich die schwierigste aller Bitten, die wirklich der Gnade bedarf. Sie ist auch die allerheiligste Bitte, wo wir den höchsten Grad der Liebe erreichen können!
    Beten wir daher gemeinsam mit „Franziskus von Assissi“: „Wenn wir nicht vollkommen vergeben, dann bewirke du o Herr, dass wir zur vollkommenen Versöhnung gelangen so, dass wir unsere Feinde wahrhaftig lieb haben und für sie beten, damit nicht das Böse mit bösem-, sondern das Böse mit gutem vergolten wird zu deiner Verherrlichung“.

    Als Beweis für die Wirksamkeit solcher Herzensgebete deuten mehrere IS-Kämpfer hin, die sich durch die Gnade Gottes bereits bekehrt haben!
    Oder beispielsweise der damals bevorstehenden Golfkrieg, wo die Kirchen plötzlich voll waren und Gott Mitleid mit seinem Volk hatte und das Unheil abwendete!
    ja, wenn diese Herzensgebete, vorallem auch bei den Führbittgebete wieder mehr Beachtung bekommen, dann können wirklich noch große Wunder bevorstehen, sicher auch im Hinblick auf die unvorhersehbaren Gewaltausbrüche!

    Für alle Parlamentariers wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass sie das Schlüsselwort von Papst Benedikt XVI „Entweltlichung“, im richtigen Sinne verstanden, Ernst nemen und dementsprechend versuchen, so gut es geht, danach zu handeln!

    Ja, glauben wir fest daran und erflehen wir gemeinsam den Frieden auf Mutter Erde herab!

  7. Gudrun Wasserfaller

    Das alte Testament bezieht sich wohl vielmehr auf die Zeit der Endgerichte als auf die Gnadenzeit.
    Unser Herr Jesu hat nicht erläutert zu welchem Zeitpunkt sich das alte Testament erfüllen wird.
    Er hat nur gesagt dass er gekommen ist ,es zu erfüllen.
    Gott spricht in Kriegserklärungen wohl eher davon wie es den Menschen ergehen wird wenn sie nicht unter der Gnade leben.
    Der Sieg Christi in der Endzeit wird keine Rache sein sondern Gerechtigkeit.
    Gott ist Liebe,
    Danken wir dafür dass wir nicht richten bzw töten müssen.
    Das Vaterunser ist heilig und zeigt uns den Weg.
    Gottes Segen
    GW

  8. Petra van Stekelenburg

    Sehr geehrter Herr Prof.Dr.Schwienshorst-Schönberger,

    Mit aufrichtigem Herzen möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen über meine Aussage des empfundenen Zweifels der Ernsthaftigkeit mancher nicht richtig verstandenen SatzformuIierungen hres Beitrags!
    Ebenfalls über meine Äußerung am Anfang meines jetzigen Beitrags betreffende der alt- und neutestamentlichen Ansicht zwischen Ihnen und mir!
    Nach erneutem Lesen habe ich Ihren Beitrag nun richtig verstanden!
    Ja, mehrmals Lesen kann nie schaden!

    Mit herzlichen Grüße

  9. Gudrun Wasserfaller

    Jesus das allerheiligste Lamm Gottes hat am Kreuz allen Fluch auf sich genommen damit wir unter der Gnade leben.

    Gottes Segen.
    GW

  10. Gudrun Wasserfaller

    Schade dass dieser Diskussionsaustausch schon beendet ist.
    Ich habe zu diesem Thema noch viel im Gebet verweilt.
    Dabei ist mir deutlich nochmal vor Augen geführt warum wir Christen durch das “ Vater unser ..“so viel Heil erfahren dürfen auch wenn wir die Geschehnisse nicht begreifen.
    Vater ist das Wort des Beschützers.Ein Mensch der sich beschützt weiß hat ein geringeres Angstpotential im Blick auf Leben und Tod.
    Wir besitzen im Gegensatz zu philosophischen Glaubensrichtungen wie auch zu den Religionen einen beschützenden Vater!Darin sehe ich den Unterschied dass wir Christen im Vertrauen darauf beschützt zu sein niemanden Bedrohen müssen um unsere Angst zu überwinden.
    Wäre schön wenn all die Menschen die sich nicht beschützt wissen und anderer Leben dadurch bedrohen im himmlischen Vater den Beschützer erfahren der ihnen anscheinend in ihrem Leben gefehlt hat.
    Menschen die bedrohen haben Angst ,Angst vorm Leben und vorm Tod.
    Wie dankbar dürfen wir sein dass Gott Vater ist den die Menscheit bräuchte um in Frieden zu leben.
    Bitte wir unseren himmlischen Vater uns zu beschützen ,bitten wir dass die Menschen und auch wir Christen durch Jesus zum Vater finden.
    Amen.

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