Über Machtmissbrauch und die (Ohn-)Macht der Liebe

Über Machtmissbrauch und die (Ohn-)Macht der Liebe. Die Predigt von Bischof Stefan Oster am Gründonnerstag 2026 hier als Video und Audio zum Nachhören.

Bei der Predigt am Gründonnerstag im Stephansdom sprach Bischof Oster über Macht, Erlösung und die wahre Freiheit des Menschen. Wenn man die Menschheitsgeschichte betrachte, sehe man große und schöne Ereignisse, aber auch viele Tragödien. „Fast immer hätten diese Tragödien mit dem Missbrauch von Macht und Gewalt zu tun“, so Bischof Stefan. Gleichzeitig brauche jede Gemeinschaft Autorität und Leitung, also auch Macht. Doch durch das gebrochene Menschsein liege in uns allen die Versuchung, Macht zu missbrauchen, andere klein zu halten und sich selbst groß zu machen.

„Es geht um eine Erneuerung des Herzens“

Im Neuen Testament werde Jesus als der neue Befreier dargestellt. Er führe die Menschen nicht in ein eigenes Land, sondern in das Reich Gottes. Die eigentlichen Mächte, die den Menschen gefangen hielten, seien Sünde, Tod und das Böse. Jesus überwinde diese Mächte nicht durch Gewalt, sondern durch Demut und Liebe. In der Fußwaschung und am Kreuz zeige sich diese Liebe, dieser unglaubliche Sklavendienst des Sohn Gottes, in radikaler Weise.

Der Bischof zitierte sinngemäß die Worte Jesu, man solle ihm glauben, dass er mit seiner Liebe alle Tage da sei, „bis ans Ende der Welt“. Unsere Rettung, so Bischof Stefan, „hängt vom Vertrauen auf den ab, der durch den dunkelsten Tunnel der Menschheit vorausgegangen ist“, damit am Ende wieder das Licht erscheine.

Den Artikel finden Sie auf der Webseite des Bistums. 

Das Video oben zum Nachschauen. Hier die Predigt zum Nachhören:

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Hören Sie auch die Predigt aus dem vergangenen Jahr: Füße waschen! Oder: Über Bewunderer und Nachfolger Jesu