Er will auch dein Auferstandener werden!

Er will auch dein Auferstandener werden! Die Predigt von Bischof Stefan Oster zum Hochfest der Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag 2026 hier als Video und Audio.

In seiner Predigt zum Ostersonntag 2026 im Passauer Stephansdom ging Bischof Stefan Oster SDB zuerst auf das viel bekannte Grabtuch von Turin ein, in dem das Antlitz Jesu Christi eingeprägt sei. „Ich persönlich glaube, dass es ein authentisches Zeugnis des Auferstandenen ist, der in einem Moment gewaltiger Lebensenergie dieses Bild in dieses Tuch eingeprägt hat.“ Das Grabtuch sei aber weit mehr als Wissenschaft, so der Bischof. „Das andere ist es, sich persönlich nahe gehen zu lassen und es wahrzunehmen als eine echte Ikone der Christenheit – vielleicht, wenn es echt ist. Die wichtigste Ikone der Christenheit als Zeugnis des Auferstandenen!“

Mein Auferstandener

Es sei wichtig, sich als gläubiger Mensch von Christus berühren zu lassen und ein gläubiges Leben zu entfalten. „Es geht darum, dass es eine persönliche Aneignung wird: Mein Auferstandener und unser gemeinschaftlicher Auferstandener als Gemeinschaft.“ Bestes Beispiel, so Bischof Oster, sei Maria von Magdala, die dem auferstandenen Christus im leeren Grab zuerst begegnet war und den sie, nachdem er sie angesprochen hatte, erkannt hatte. So wie sie sollten auch wir uns von ihm angesprochen fühlen und ihn erkennen.

Unser Zeugnis

„Also der erste Schritt: Das Licht aus der Höhle, aus dem Dunklen, aus dem Tod. Der zweite Schritt: Die Suche, die Hinwendung (…). Lasse ich mich darauf ein, glaube ich? Der dritte Schritt: Ich werde wirklich berührt und spüre, ich bin gemeint.“ Mit diesem Sich-berühren-lassen sei aber kein Festhalten an Christus gemeint, betonte er. Sein Geschenk an uns lasse sich nicht wie ein Gegenstand oder eine Ikone konservieren. „Es will in uns Leben werden. Es will in uns Zeugnis werden. Deswegen der vierte Schritt: Sie (Maria von Magdala, Anm. d. Red.) läuft zu den Brüdern und erzählt ihnen, was ihr passiert ist: Er lebt, er lebt!“

Das Licht des Auferstandenen

Die Gaben Gottes würden stets mehr, wenn wir sie teilen und Zeugnis ablegen würden – und wenn wir uns mit ihnen zur Verfügung stellen würden. Unser Zeugnis sei das neue Leben der Christen, so der Bischof. „Dann kommt auch durch unser eigenes Zeugnis das Licht, selbst wenn wir alt werden und dem Sterben entgegengehen.“ Wenn man das Licht des Auferstandenen in sich trage, gehe es auch von einem selbst aus, betonte er. Wesentlich sei die Frage, wie uns der Herr in der Welt begegne. „Immer wieder lässt er uns Momente erleben, wo wir uns direkt und persönlich angesprochen fühlen. Und dann, liebe Schwestern und Brüder, erzählen wir einander! Und erzählen wir denen, die nicht da sind: Jesus lebt! Halleluja!“

Den ausführlichen Artikel zu Osternacht und Ostersonntag gibt’s hier auf der Bistumswebsite.

Die Predigt hier zum Nachhören:


Hören Sie auch die Predigt aus dem vergangenen Jahr: „Du bist der Jünger, den Jesus liebt!“