Pfadfinder sein – und die Verheißung für die, die den Schatz finden! Die Predigt von Bischof Stefan Oster anlässlich des Jubiläums 75 Jahre Pfadfinder (DPSG) im Bistum Passau.
Der DPSG-Diözesanverband hat mit einem Jubiläumswochenende an den beiden Tagen des 24. und 25. Juli in Passaumit einem Schülervormittag und einem Festgottesdienst mit Bischof Stefan Oster sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. Die Pfadfinder der Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (kurz: DPSG) blicken auf 75 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit zurück und zuversichtlich nach vorn mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen Eigenverantwortung zu vermitteln.
In seiner Predigt beim Festgottesdienst sprach Bischof Stefan über das Thema „Pfadfindersein und die Verheißung für alle, die den Schatz finden“. Er bezog sich damit auf die Erzählung Jesu vom Schatz im Acker. Jeder hätte schließlich schon einmal die Erfahrung gemacht, einen oder sogar den Schatz seines Lebens gefunden zu haben, so der Bischof. Wie ein Schatz das Leben verändern kann, erklärte er am Beispiel Handy, das heute gerade jungen Menschen oft sehr viel bedeutet. „Wir spüren immer wieder, es hält uns auch in der Oberflächlichkeit und verhindert vielleicht manchmal, dass wir tief im Acker unserer Seele graben.“ Gerade auch deshalb sei er froh, dass es die Pfadfinder gibt. „Die, glaube ich, sind prädestiniert dafür, dass sie sich in der Gruppe, draußen und im Lager eine handyfreie Zeit geben, damit sie sich gegenseitig und die Welt erfahren.“
Jesus meine aber mit dem Schatz im Acker eigentlich das Reich Gottes, so Bischof Stefan. Er denke diesbezüglich an die Aussage des Apostels Paulus aus dem Römerbrief: „Wir wissen, bei denen, die Gott lieben, wird alles gut werden.“ Von hier aus stelle sich die Frage, ob Jesus Platz im eigenen Herzen habe und man lerne, mit ihm einen Pfad durchs Leben zu finden, sodass einem auf dem Weg etwas aufgehe. „Und da geht dir was ins Herz. Und du spürst, wenn ich daran festhalte und in diese Beziehung eintrete, dann kann kommen, was will. Es wird alles gut werden. Denen, die Gott lieben, gerät alles zum Guten.“ Das sei, so der Bischof, der wahre Schatz im Acker. Es sei die Aufgabe von allen Gläubigen und auch gerade von den Pfadfindern, sich gegenseitig dabei zu helfen, diesen Schatz zu entdecken. „Je mehr wir gewissermaßen den Acker freiräumen und sehen lassen, wer da ist, umso mehr wächst in uns das Vertrauen: Es wird alles gut werden, was auch passieren mag.“
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