„Vater unser im Himmel“. Der Vortrag von Bischof Stefan Oster in der Reihe über das Vaterunser am Gebetsabend in der Home Base in Passau.
„Vater unser“ – mit diesen einfachen Worten beginnt das Gebet, das Jesus selbst seinen Jüngern beigebracht hat. Es ist das einzige Gebet im Evangelium, das er ausdrücklich lehrt – und darin liegt bereits seine besondere Bedeutung, denn im Vaterunser öffnet Jesus einen neuen Zugang zu Gott: er ist der Vater.
Doch warum bitten die Jünger Jesus überhaupt: „Herr, lehre uns beten“? Sie kennen das Beten bereits aus der Tradition Israels. Und doch spüren sie etwas Besonderes: Jesus lebt aus einer tiefen, vertrauten Beziehung zu Gott, den er Vater nennt. Immer wieder zieht er sich zum Gebet zurück, sucht die Stille und lebt sichtbar aus dieser Verbindung. Die Jünger sehnen sich danach, in diese Beziehungsqualität hineingenommen zu werden.
Beten ist dabei nicht nur eine religiöse Pflicht, sondern Ausdruck einer lebendigen Beziehung. Die wichtigsten Dinge im Leben haben mit der Qualität unserer Beziehungen zu tun – mit geliebt werden und lieben können. Jesus lehrt den Jüngern, Gott als Vater anzusprechen und aus dieser Beziehung zu leben. Und durch Jesus werden wir hineingenommen in eine neue Gemeinschaft mit Gott – in eine Familie, in der Gott Vater ist und wir miteinander Geschwister sind.
Der Vortrag oben als Video – und hier zum Nachhören:
Hören Sie auch die Hinführung zum Vater unser – hier geht es zum Video.
