Foto: Tamina Friedl / pbp

Betreuer von Menschen mit Beeinträchtigung: Gütig und von Herzen demütig

Die Predigt von Bischof Stefan Oster zum Gottesdienst für und mit Menschen, die Menschen mit Beeinträchtigung betreuen, im Rahmen der Maria-Hilf-Woche, als Audio zum Nachhören.

In sei­ner Pre­digt zitiert der Bischof eine Stel­le aus dem Tages­evan­ge­li­um: ​Denn ich bin gütig und von Her­zen demü­tig.“ Die­se Demut sei zugleich Vor­aus­set­zung und Her­aus­for­de­rung in die­sem Dienst. In einer ver­gan­ge­nen Pre­digt habe er vom ​her­un­ter­ge­kom­me­nen Gott“ gespro­chen und wur­de gefragt, ob das nicht Got­tes­läs­te­rung sei. Dabei habe er den Begriff in sei­ner Dop­pel­deu­tig­keit ver­wen­det. ​Wenn wir den Dienst in den Blick neh­men, den Men­schen tun, die mit Men­schen mit Beein­träch­ti­gung unter­wegs sind, dann müs­sen auch sie not­wen­dig immer im mehr­fa­chen Sinn her­un­ter­kom­men“, so Bischof Oster.

„Denn ich bin gütig und von Herzen demütig“

In der Arbeit mit Men­schen müs­se eben­falls etwas in uns her­un­ter­kom­men, wenn wir jeman­den wirk­lich ver­ste­hen und erken­nen wol­len, ihn von Herz zu Herz berüh­ren wol­len. Man müs­se sich öff­nen gegen­über dem ande­ren und ihn mög­lichst vor­ur­teils­frei auf sich zukom­men las­sen. ​Der demü­ti­ge Die­ner des ande­ren lernt auf die­se Wei­se, auch bei beein­träch­tig­ten Men­schen die Zei­chen des sich Äußerns zu ver­ste­hen und zu deu­ten“, so Bischof Oster. Indem man her­un­ter­kom­me, hel­fe man schließ­lich auch dem Gegen­über, sich zu zei­gen und zu äußern. Und man ler­ne, den ande­ren gern zu haben und zu spü­ren, was er sagen will und meint. ​Wenn Sie fra­gen, was der Herr von uns erwar­tet, ist es genau das. Die­se Art von Güte und Demut, die wir ein­üben sollen.“

Den ganzen Artikel finden Sie auf der Webseite des Bistums. 

Hier die Predigt zum Nachhören:

Hören Sie sich auch die Predigt von Bischof Dr. Stefan Oster beim gestrigen Seniorentag an: Mit Weisheit und Gelassenheit: Senioren sind das Salz der Erde