Foto: Stefanie Hintermayr

Maria ist unsere Lehrmeisterin!

Maria ist unsere Lehrmeisterin! – Die Predigt von Bischof Stefan Oster zur Eröffnung der Maria-Hilf-Woche 2026 in Aldersbach hier als Audio zum Nachhören.

Etliche Gläubige waren an diesem Donnerstagabend des 25. Juni in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gekommen, um die Eröffnung der 11. Maria-Hilf-Woche gemeinsam zu feiern. Bischof Stefan Oster hat den Gottesdienst zelebriert, der wie alle weiteren Heiligen Messen und Veranstaltungen in der Festwoche zu Ehren der Gottesmutter Maria stattfand. Zahlreiche Veranstaltungen und Gottesdienste werden jetzt nach der Eröffnung bis zum 5. Juli stattfinden, dem Abschluss der Maria-Hilf-Woche. Es sei inzwischen guter Brauch, dass die Maria-Hilf-Woche mit einem Gottesdienst mit der Bitte um Segen der Gottesmutter eröffnet werde, so der Bischof zu Beginn. Den Auftakt in diesem Jahr in „einer der schönsten Marienkirchen Bayerns“ feiern zu können, „passt so gut“, freute er sich.

Ein großer und feierlicher Moment war für die drei neuen Dekane Fabian Feuchtinger, Peter Kieweg und Carl Christian Snethlage nach der Predigt, als sie von Bischof Oster ihren Bischöflichen Ehrentitel erhielten. Sein Dank galt schließlich allen Mitwirkenden, u. a. dem Chor Canto Allegro für die musikalische Gestaltung, und Pfarrer Sebastian Wild mit seinem Pfarrverbandsteam. Pfarrer Wild lud nach dem Gottesdienst noch zu Anbetung, Einzelsegnung, Beichte, Krankensalbung und Gesprächen ein.

Sie ist die Lehrmeisterin!

In seiner Predigt sprach der Bischof über Maria als unsere Lehrmeisterin, denn von ihr könnten wir lernen, uns wie sie in ein vollkommenes Ja zu Gott zu stellen. Genau das Gegenteil, führte der Bischof aus, zeige die erste Lesung von der Geschichte vom sogenannten Sündenfall: die Versuchung von Adam und Eva durch die Schlange im Paradies. Die Erzählung sei bestes Beispiel für die Entfremdung des Menschen von Gott, so Bischof Oster. „Am Ende geht es in unserer Frage, wie wir uns zu Gott verhalten, um die Qualität unserer Beziehung von Herz zu Herz.“ Dabei zeige die Heilige Schrift immer wieder, dass Gott den Menschen an sich ziehen wolle. Gott habe Maria als Mutter Jesu bewusst gewählt, weil sie „so innerlich offen ist, von Anfang an so heil ist, so orientiert auf Gott hin, so frei von diesen Versuchungen.“ Sie sei – in Person – Kirche, „Wohnort Gottes in der Welt“, so der Bischof. „Weil in ihr der lebendige Gott in diese Welt gekommen ist: Jesus.“

Warum sie nun unsere Lehrmeisterin sei und nicht er, fragte er. Durch ihre Zusage „Mir geschehe nach deinem Wort“ habe Maria ihr vollkommenes Ja zu Gott gegeben. „Da ist das ganze Ja gesprochen worden, und sie hat es durchgezogen bis zum Ende, bis unters Kreuz und darüber hinaus. Sie ist das lebendige ganze Ja zum Kommen Gottes in diese Welt.“ Mit Maria habe uns Gott eine Lehrmeisterin zur Seite gestellt. Eine der großen Fragen unserer Kirche heute laute schließlich: „Glaube ich wirklich, dass durch die Gegenwart Jesu in meinem Leben mein Herz heiler wird, mein Ja tiefer wird, meine Freude größer wird, meine Freiheit tiefer und echter wird?“ Die Erfahrung des Bischofs: „Wenn ich an der Seite von ihr gehe (…), dann lerne ich Ja zu sagen. Und dann lerne ich, im Herzen heiler zu werden.“

Die Predigt als Podcast zum Nachhören

Einen ausführlichen Artikel gibt’s hier auf der Bistumswebsite.


Hören Sie auch die Predigt vom letzten Jahr: Sprich nur ein Wort