Foto: Roland Kickinger

Es geht um Leben und Tod – und Jesus führt ins größere Leben

Es geht um Leben und Tod – und Jesus führt ins größere Leben. Die Predigt von Bischof Stefan Oster zur Feier des dreihundertjährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Lambert.

In Lambrechten (Oberösterreich) ist am 22.03.2026 das 300-jährige Bestehen der Pfarrkirche St. Lambert gefeiert worden. Die Kirche wurde 1726 von Fürstbischof Joseph Dominikus Lamberg geweiht. Das Jubiläum wurde mit einem Kirchenzug und großer Beteiligung der Pfarrgemeinde sowie örtlicher Vereine begangen, auch politische Vertreter waren anwesend. „Es war ein schönes, lebendiges Fest mit Kirchenzug und Blaskapelle, viel Beteiligung, unter anderem den Goldhaubenfrauen, dem Frauenbund und Mitgliedern weiterer Vereine, sowie natürlich den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. Auch Bürgermeister und Nationalratsmitglied Manfred Hofinger war mit von der Partie. Ich habe mich sehr gefreut über die Einladung und das Zeichen alter Verbundenheit zwischen unseren Diözesen“, so Bischof Oster.

Die Pfarrei gehört zum Stift Reichersberg und wird von Pfarrer Johannes Putzinger geleitet; zugleich wurde an die historische Verbundenheit mit der einst weit ausgedehnten Diözese Passau erinnert, denn die Diözese Passau war in der Geschichte einmal die größte Diözese im Deutschen Reich. Unter anderem haben die Diözesen Linz und St. Pölten, wie auch die Erzdiözese Wien zu Passau gehört.

Es geht um Leben und Tod – und Jesus führt ins größere Leben

In diesem Rahmen predigte Bischof Stefan Oster am 5. Fastensonntag. In seiner Ansprache hob Bischof Stefan die Bedeutung der Kirche als Ort des Glaubens hervor. Über Jahrhunderte hinweg hätten Menschen darum gerungen, eine eigene Kirche zu errichten – als Ort, um ihr Leben unter Gottes Segen zu stellen. Dabei gehe es um mehr als um Beistand im Alltag. „Es geht um Leben und Tod“, betonte Bischof Stefan. Der christliche Glaube eröffne eine Perspektive, die über das biologische Leben hinausreiche und auf ein „größeres Leben“ ziele.

Im Mittelpunkt stand die biblische Erzählung von der Auferweckung des Lazarus, verbunden mit dem Wort Jesu: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Darin zeige sich der Anspruch Jesu, selbst Quelle dieses neuen Lebens zu sein. Die Fastenzeit sei eine Einladung, den Blick neu auf diese innere Dimension des Glaubens zu richten. Die Kirche vor Ort bleibe dafür ein zentraler Raum der Begegnung mit Gott. Es geht letztlich um Leben und Tod – und um einen österlichen Glauben.

Das Bild zeigt die Ministranten, die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und Pfarrer Johannes Putzinger.

Hier die Predigt zum Nachhören und Downloaden: