Unser tägliches Brot – oder: Was nährt uns wirklich? Der Vortrag von Bischof Stefan Oster zum Vaterunser hier zum Nachhören.
Das Vaterunser geht vielen Menschen leicht über die Lippen. Doch wer bei der vierten Bitte – der Bitte um das tägliche Brot – genauer hinsieht, entdeckt, dass es um weit mehr gehen könnte als um die tägliche Nahrung. Plötzlich erhält das gesamte Gebet eine neue Tiefe.
Es ist eine berechtigte Deutung, in dieser Bitte die Versorgung mit dem täglichen Lebensunterhalt zu sehen. Doch könnte es nicht auch sein, dass gerade Wohlstand den Glauben gefährden kann? Macht Sättigung blind für Gott?
Das eigentliche Geheimnis verbirgt sich jedoch im griechischen Urtext des Matthäusevangeliums. Dort begegnet uns ein faszinierendes und einzigartiges Wort, das mit „tägliches Brot“ übersetzt wird. Es kommt in der gesamten antiken Literatur kein weiteres Mal vor. Gemeint ist das „überwesentliche“ oder „über-substantielle“ Brot. Doch was bedeutet das?
Und wie verbindet dieses eine Wort das Manna in der Wüste, die Emmausgeschichte und das tiefste Geheimnis der Eucharistie? Wie vermag dieses Brot, das Gesetz Gottes nicht nur in unseren Verstand, sondern in unser Herz zu schreiben, sodass wir fähig werden zu vergeben und den Versuchungen des Lebens standzuhalten?
Mehr dazu im Video von Bischof Stefan Oster über die vierte Bitte des Vaterunsers.
Das Video oben zum Nachschauen. Und hier als Audio:
Hören Sie auch den Vortrag über „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe“ von Bischof Stefan Oster in der Reihe über das Vaterunser.
