Glaube selbst gemacht – oder bekehrt zur Wirklichkeit des Herrn?

In Predigten von Bischof Stefan Oster SDB7 Kommentare

Predigt im Stift Göttweig anlässlich des Festes des Hl. Bischofs Altmann von Passau, Gründer von Göttweig

Schrifttexte: Weish 18, 6-9; Hebr 11, 1-2.8-19; Lk 12,32-48

Liebe Mitbrüder aus dem Benediktinerorden, liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

der heilige Altmann von Passau, dessen Grab ich heute besuchen darf, war ein Vorgänger, der in wahrhaft bewegten, unruhigen Zeiten lebte. Wir erleben heute unsere Zeit ebenfalls als unruhig und unsicher. Aber ich denke, wenn wir in die Lebensgeschichte dieses Bischofs aus dem elften Jahrhundert genauer hineinsehen könnten und würden, würden wir schnell mitbekommen, wie anders, wie viel bewegter, und noch unsicherer der Lauf der Zeit damals war. Für Einzelne, aber auch für ganze Länder, Bistümer und so fort. Es war die Zeit des so genannten Investiturstreits, die Zeit, in der der Konflikt um die weltliche und geistliche Vorherrschaft im Mittelalter einen ersten, dramatischen Höhepunkt fand. In dieser Zeit war es noch üblich, dass weltliche Herren die Geistlichen einsetzen konnten und auch, dass der König und Kaiser des Frankenreiches Bischöfe einsetzte. Der Papst aber, besonders Gregor VII., versuchte nach und nach dieses Besetzungsrecht an sich zu ziehen, die Selbstbestimmung und Unabhängigkeit der Kirche stand auf dem Spiel. Und unser guter Bischof Altmann war in dieser Frage ganz auf der Seite des Papstes, aber räumlich war natürlich der Kaiser näher. Und so musste er nach einer Besetzung der Stadt fliehen und kam unter anderem hierher, in seine eigene Gründung nach Göttweig – und hat hier schließlich auch sein Grab gefunden.

Ich möchte nun nicht auf weitere Einzelheiten der Geschichte eingehen, sondern eher mit Hilfe der Texte der heutigen Lesungen auf die Frage eingehen, wie bewahrt ein Mensch in unruhigen Zeiten seinen Glauben? Oder noch ein wenig grundsätzlicher mit dem Hebräerbrief fragen: Was ist eigentlich der Glaube, den auch Bischof Altmann bewahrt hat? Und um dessen Bewahrung wir auch heute ringen?

 Welcher Glaube?

Der Hebräerbrief sagt uns den berühmten Satz: „Glaube ist Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ So lautet zumindest die Einheitsübersetzung. Aber wenn wir genau hinschauen, dann steht da im Griechischen Original: „Der Glaube ist die Substanz dessen, was man erhofft, und das Überführt-werden von Dingen, die man nicht sieht.“  Der Unterschied zwischen der etwas geglätteten Einheitsübersetzung und dem wörtlichen Text ist der, dass im Wörtlichen noch deutlicher etwas zum Ausdruck kommt, was unabhängig von uns da ist und uns beeinflusst. Die Substanz dessen, was man erhofft, heißt es wörtlich. Das meint: Es gibt eine Wirklichkeit, die wir berühren können, die schon da ist – und je tiefer wir uns einlassen, desto fester können wir drinnen stehen. Und mehr noch: Diese Wirklichkeit, diese Substanz, die hat zugleich eine Kraft der Überführung, der Erneuerung des Denkens, des Vertrauens, so sehr, dass nicht wir unseren Glauben tragen, oder gar machen, auch in seinen Inhalten, sondern dass der Glaube eher uns trägt. Wir stehen als Glaubende in dieser Wirklichkeit! Wenn, ja wenn wir denn tatsächlich drin stehen.

Glaube selbstgemacht?

Denn, liebe Schwestern und Brüder, das Problem mit dem Glauben vor allem heute ist doch eher dieses: Viele Menschen haben einen Glauben, der eher von ihren Vorlieben abhängt, von ihrem Geschmack, der von ihnen irgendwie selbst gestaltet ist und gemacht ist. In manchen Kreisen spricht man ebenso wie von Patchwork-Familien und Patchwork-Identitäten auch von einem Patchwork-Glauben: Ich suche mir ein wenig von dem, was mir zusagt, aus Philosophie, aus Buddhismus, auch aus dem Christentum, aus der Esoterik vielleicht – und so finde ich das, was zu mir passt, was ich für richtig halte. Wir leben nun mal in einer pluralen und vielgestalten und individualistischen Gesellschaft und das trifft dann auch für den Glauben zu oder was wir davon halten.

Der Glaube aber, der uns in den heutigen Texten vorgestellt wird, ist anders: Nicht ich forme diesen Glauben für mich, sondern ich werde berührt und ergriffen von einer Wirklichkeit, die vor mir da ist und unabhängig von mir da ist – die mich überführt und die geeignet ist, mich zu verändern. Manchmal sogar auch gegen manche Vorliebe und manchen Geschmack. Der biblische Glaube ist wesentlich ein Glaube, der aus dem lebt, was wir Bekehrung nennen. Und genau das ist das Problem, dass das heute kaum noch einen Erfahrungshintergrund in unseren Pfarreien hat oder in unseren Orten von kirchlichem Leben. Aber der biblische Glaube ist grundlegend und wesentlich einer, der aus Bekehrung lebt!

 Wachsamkeit als Kennen und Lieben des Herrn

Nur: Wie kommen wir heute wieder hin zu einem solchen Glauben? Da hilft uns das Evangelium. Jesus mahnt die Jünger, wachsam zu bleiben – und er vergleicht die zukünftige Situation der Jünger mit einem Hausherren, in dessen Anwesen ein Dieb kommen könnte. Und er sagt, der Hausherr würde natürlich wach bleiben, wenn er wüsste, wann das passieren würde. Und er vergleicht das Bleiben im Glauben zweitens mit dem Bild eines Mannes, der auf einer Hochzeit ist und sehr spät in der Nacht zurück kommt. Und der aber erwartet, dass seine Knechte wach sind, ihre Lampen brennen lassen und aufmachen, wenn der Herr kommt. Die beiden Bilder haben gemeinsam, dass sie von der Nacht sprechen und von Situationen des Wartens – und von der plötzlichen Ankunft einer wichtigen Person, einmal ist es der Dieb, einmal der Hausherr.

Hausherr oder Dieb in der Nacht?

Liebe Schwestern und Brüder, diese Bilder verbinden sich mit unserer Frage nach dem Glauben: Stellen Sie sich vor, Christus würde jetzt gleich wiederkommen, als der Weltenrichter und er würde sich ganz persönlich Ihnen und Ihrem persönlichen Leben zuwenden. Er ist die absolute Wahrheit und die absolute Liebe in Person. Er ist der Höchste und der Niedrigste. Er ist der Löwe und das Lamm. Und er sieht ihr Herz, durch und durch und zugleich voll Liebe. Und Sie wüssten zutiefst, er erkennt Sie. Er schaut Sie mit absoluter Wahrhaftigkeit an, aber zugleich voller Liebe. Er sieht alles: Ihre Stärken und Vorlieben, Ihre Tugenden und schönen Seiten, Ihre Liebe und Treue, Ihren Glauben. Aber er sieht auch das andere: Ihre schlechten Angewohnheiten, Ihre kleinen Süchte und Kompromisse, Ihr Getratsche, Ihren Neid, Ihre Aufbrausen, Ihre Gier und, und, und….. Wie würde es Ihnen gehen: Wäre der Herr der Dieb in der Nacht, vor dem Sie Angst haben, vor dem Sie das dunkle Haus verschlossen halten müssten? Dürfte er Sie erkennen, dürfte er ihnen nahe treten? Womöglich schmerzhaft, reinigend? Ist er also der, der kommt wie der Dieb in der Nacht?

Oder wäre er, wenn er käme,  tatsächlich der eigentliche Hausherr, der in Ihr Herz als sein Eigentum einzieht, weil er es zuvor schon erobert hat? Würden Sie sich freuen, dass er kommt, weil Sie innerlich immer schon bei Ihm waren, von Ihm getragen waren? Weil er die Wirklichkeit selbst ist, auf der Ihr Glaube steht. Er selbst und nicht ein zusammengebasteltes Konstrukt von Glaubensinhalten? Würden Sie sich freuen und gäbe es die Seite in Ihnen, die jubelt und sagt: „Wie großartig, Herr, dass Du endlich da bist“!? Oder wäre sein Kommen Überführung für Sie und Gericht, weil Sie so lange vergessen haben, mit Ihm zu leben, und Ihn deshalb so wenig kennen gelernt haben?

Freundschaft mit Mozart und Freundschaft mit Christus

Liebe Schwestern, liebe Brüder, damit bin ich beim wichtigsten Punkt: Ich bin überzeugt, dass der Glaube in unseren Ländern, in Österreich und in Deutschland, nur dann eine Chance zum Überleben hat, wenn wir uns neu wirklich Christus zuwenden. Und zwar genau dem Christus, der in der Schrift überliefert ist, dem Christus, den die Kirche glaubt, den sie feiert in der Eucharistie, der die eigentliche Wirklichkeit ihres Lebens ist; dem Christus, der mit uns in einer persönlichen Freundschaft leben will, mit jedem Einzelnen.

Vielleicht sagen Sie jetzt: Aber das geht doch nicht: Jesus ist doch nicht da – ich kann doch nicht mit ihm befreundet sein. Aber meine Lieben, als Österreicher und vielleicht auch als Musikfreunde wissen Sie, dass man zum Beispiel mit Mozart befreundet sein kann: Man kann seine Lieder, seine Musik, sein Leben kennen. Man kann dadurch immer besser verstehen lernen, wer er war und wie er war. Man kann seine Musik spielen lernen und sich auf diese Art tief einfühlen in diese Ausdrucksform seines Schaffens. Man kann so weit kommen, dass die Leute spüren: Dieser Mensch, wenn er Musik macht, oder wenn er von Mozart erzählt, der hat ihn wirklich verstanden, der liebt ihn. Mancher wird vielleicht jemand, von dem die Leute sagen: „Der da, wenn er Musik macht, das ist ein kleiner Mozart.“

Aber, meine Lieben, so etwas ist möglich, so eine innere Verbindung mit Mozart kann zum Leben in uns kommen, obwohl Mozart wirklich tot ist. Aber von Christus sind wir im Glauben überzeugt: Er lebt! Er ist in der Kraft seines Geistes hier, unter uns – und in der Eucharistie am tiefsten! Er lädt uns ein, uns mit ihm zu vereinigen, in Gemeinschaft und alleine, persönlich. Wir haben außerdem die Schrift und können verstehen lernen, wie er war, wer er war und immer noch ist. Und wir können uns damit so auf den Weg durch diese Nacht der Zeit machen, dass in uns das Licht hell bleibt – und wenn dann das Licht kommt, dass es dann korrespondiert mit unserem Inneren; dass dann unser Herz aufgehen wird, wenn er wirklich kommt, weil unser Herz dieses Licht schon kennt!

 Dem Glauben der Kirche trauen

Liebe Schwestern und Brüder, ich möchte uns alle einladen, neu mit dem Herrn zu leben, denn das ist der Glaube, der uns wirklich rettet, es ist der Glaube, der uns hindurchführt, durch unruhige Zeiten. Und wissen Sie, je tiefer Sie verstehen lernen, mit dem Herzen, wer er war und wie er war und ist, desto mehr werden Sie spüren: Er ist der liebenswerteste und großartigste Mensch, der je unter uns gelebt hat. Und er sehnt sich danach, von uns verstanden zu werden – und er sehnt sich noch mehr danach, dass wir alle lernen, auch anderen die Tür zu so einem Verstehen öffnen zu können.

Ich möchte Sie auch einladen: Trauen Sie neu der Überlieferung der Kirche über die Frage, wer eigentlich Jesus ist. Er ist bleibend in ihr da, auch wenn wir und andere als seine Vertreter nicht immer glaubwürdig sind. Aber Jesus ist da und die Kirche als Ganze, in der Eucharistie, in den Texten der Schrift, der Konzilien, in der Gemeinschaft der Glaubenden, die Kirche überliefert und schenkt wirklich Jesus. Ist es nicht ein Wunder, dass der hl. Altmann demselben Jesus treu bleiben konnte, dem wir alle und ich auch treu bleiben wollen? Dem Glauben der Apostel!? Die Überlieferung in der Kirche ist wirklich treu und groß. Sie schenkt uns den Herrn. Möge er uns wirklich berühren und erneuern und zum neuen Wachstum unserer Kirchen beitragen. Dazu segne Sie alle unser Bruder und Herr. Amen.


Das Bild von R. Kickinger zeigt die Begegnung mit Abt Columban und Prior Pater Maximilian vor dem Schrein mit den Reliquien des Heiligen.

 

Kommentare

  1. Gudrun Wasserfaller

    Sehr geehrter Herr Bischof,

    wenn ich Gott beschreiben dürfte würde ich Ihn „Heimat“
    nennen.
    Alle Suche des Menschen bezieht sich von Geburt an auf diesen Einen „Ort.“
    Kirche als „Ort der Heimat“ ,als Ort an dem sich der Mensch zuhause fühlt ist im Laufe der Jahre zu einem Haus teilweise zu einem leeren Gebäude geworden.
    Doch der Mensch sucht nicht das Haus sondern das Zuhause.

    Kirche möge wieder ein Ort der Heimat ,ein Zuhause sein .
    Dann wird sie wachsen.

    Kirche der Zukunft muss Priestern Gläubigen Heimat bieten ,Fernstehenden eine heimatliche Perspektive ,etwas womit die Welt lockt und täuscht doch nicht erfüllen kann

    Mit Gottes Segen

    GW

  2. Gebhard Blesl

    Exzellenz!
    Der Vergleich mit der lebendigen Begegnung von Musikliebhaber und Mozart ist eine hilfreiche Darstellung.
    Darf ich meine „Eselsbrücke“ vorstellen?
    Jede Versuchung darf ich als Einladung erfahren, Gottes Hilfe vertrauensvoll zu erbitten, um nicht sündigen zu müssen.
    Es ist immer eine Grenzüberschreitung, weil mein momentaner Erkenntnishorizont überschritten wird; aber das entscheidende ist die Erfahrung der Erlöserliebe in meinem konkreten Leben.
    Diese Erlebnisse ermöglichen die aufrichtige Liebesreue, um Rückfälle gültig beichten zu können …
    Vergelt’s Gott! GB

  3. Petra van Stekelenburg

    Sehr geehrter Herr Bischof Oster,

    Mein Herz brennt darauf, Ihnen mal ein ganz herzliches Dankeschön zu sagen für den stets kostbaren Inhalt Ihrer Beiträge!

    Demnach müssten wir uns, als getaufte Christen und geliebte Kinder Gottes, eigentlich bereits auf dem göttlichen Weg begeben haben!
    Ja, beseelt von Feuer und Heiligen Geist und mit einem großen Verlangen nach Erlösung und Heiligkeit eines „gelebten“ Glaubens umwille der verheißenen Zugehörigkeit zur göttlichen Heiligen Familie!

    Bemerkenswert ist zudem die Feststellung, dass gerade Ihr Hinweis auf die Dringlichkeit unserer wahren göttlichen Bestimmung sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge hindurchzieht!
    Ja, das Dringlichsein eines lebendigen Glaubens, biblisch beruhend auf einer Selbstverleugnung die jedoch unvereinbar ist mit jeder geheimen Versuchung, das eigene Ich zu retten.
    Erfahrungsgemäß würde dieser Glaubensweg folgendermaßen Aussehen!

    – DORT SCHWEIGEN, wo wir uns eigentlich verteidigen sollten;
    – VERGEBEN KÖNNEN dort, wo wir kein entgegenkommen erfahren;
    – ABSTAND MACHEN von etwas, ohne jegliche Anerkennung zu erwarten;
    – EINSAM SEIN dort, wo wir auf Unverständnis stoßen;
    – ZEUGNIS ABLEGEN einer mutigen Entscheidung ohne Erläuterung;
    – ZEUGNIS ABLEGEN einer aufrichtigen Liebe dort, wo Sinnlosigkeit regiert;
    – Seine PFLICHT NACHKOMMEN dort, wo wir eine Dummheit begehen;
    – GÜTE AUSSTRAHLEN dort, wo wir keine Belohnung erfahren werden;

    Ja, wenn wir bereit sind uns, aufgrund dieses Liebesangebot der Vollkommenheit, der Nachfolge Jesu hineinnehmen zu lassen, dann wird unser geliebter König auch uns in Gewänder des Heils kleiden und einhüllen in den Mantel der Gerechtigkeit.
    Dann können wir ebenfalls feierlich verkünden: „Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr Ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal. 2, 19-20).

    Daher kann man aus dieser Sicht den Glauben niemals selbst machen beziehungsweise gestalten!
    Entweder man beführwortet und stützt sich auf dieses immerwährenden heileren , ja mehr vollendeten und damit für den Inhalt des Glaubens selbst offeneren Vernunftgebet oder man bleibt doch lieber unschlüssig und baut weiterhin auf die „noch“ erbsündig gebrochene Vernunft auf!

    Erflehen wir daher alle gemeinsam die Gnade der Heiligkeit auf Gottes geliebte Geschöpfe herab und bleiben wir gemeinsam im Gebet stets vereint!

  4. Anne Fox

    Lieber H.H. Bischof Oster,

    wie Herr Johannes Schäfer kann und möchte auch hier mein Amen druntersetzen. Danke! Und das wärs auch. Doch wenigstens auf einen Punkt von ca 100 möchte ich jedoch noch einmal zu sprechen kommen und ihn etwas erweitern in der Überlegung und dann auch in der Konsequenz ? :

    Sie schreiben so edel, treffsicher, wahrhaftig und schön: „Nicht ich forme diesen Glauben für mich, sondern ich werde berührt und ergriffen von einer Wirklichkeit, die vor mir da ist und unabhängig von mir da ist – die mich überführt und die geeignet ist, mich zu verändern.“

    Was ist das für eine Formung? Wer formt hier? Und wer formt wen? Auf wen ist diese Formung bezogen? – Um es kurz zu machen: selbst der, dem wir glauben wurde geformt, er hat „im Leiden den Gehorsam (und wohl auch in seinem Menschsein den Glauben, das Vertrauen, das cor dare) gelernt“, doch er wurde auch geformt seit seiner Empfängnis Zeit seines Lebens durch seine Mutter und auch sie natürlich auch seit ihrer Empfängnis durch ihn. Wie kann es anders sein, als dass dann auch der geheimnissvolle Leib Christi, der Kirche nicht ebenso geformt, geboren, erzogen, behütet und begleitet werden muss von diesem ihrem Urbild und Mutter ihres Herrn? Seit wann steht der Jünger über dem Meister? Seit wann steht er über dieser Demut Gottes und des ganzen Himmels, der sich vor diesem Geheimnis verneigt!?

    Wenn nicht, dann tut er und die ganze Kirche gut daran, sich an diese Frau zu wenden, deren Beruf -ung von Gott! es ist, Seine Gnaden zu vermitteln und am Werk der Erlösung und Heiligung wesentlich mitzuwirken. Auch das IST so. Es ist so bestimmt. Es ist nicht irgendeine Erfindung oder Willkür, auch nicht dieser Frau. Es ist einfach ihr Dienst, den sie für und von Gott her persönlich auszuüben bestimmt worden ist.

    Können Sie mir erklären, warum dann führende Priester und Theologen in der Katholischen Kirche in Deutschland unentwegt seit Jahrzehnten darüber predigen „man müsse sich endlich von Maria emanzipieren!“? – Wahrscheinlich können Sie mir das nicht erklären und Sie wollen es vielleicht auch gar nicht wissen. Ich auch nicht.

    Danke für Ihren Mut und die Durchsetzung einer „Maria Hilf Woche“ in Ihrem Bistum! Danke und ich schätze diesen Durchbruch sehr hoch! – Doch bitte, nur mal so, hören Sie doch einfach nur mal wie das klingt: Maria Hilf Woche!!! – angsichts der Dramatik in unserm Land, in Europa und in der Welt. – Ja, bei Gott zählt auch die kleine Münze, 5 Brote und 2 Fische, wenn halt nur ein einziger „kleiner Junge“ mit seiner Gabe dasteht. Er nimmt es so dankend und wertschätzend an und wird seinen Segen senden, so oder auch noch mehr als bei den Broten! Dessen bin ich mir gewiss!

    Doch bitte, ich war noch nie Bischof, daher weiß ich nicht recht wie es bei Ihnen zugeht, doch hätten Sie nicht noch ne kleine Münze? Diesmal für die anderen Bischöfe in Ihrem Reigen. Könnten Sie die nicht auch mal versuchen einzuladen wenigstens zu ner „Maria Hilf Sekunde“?

    Am besten und einzig senkrecht wäre es natürlich, das Gebet und das Lob Gottes würde in unserm Land nie mehr verstummen. Denn: „Deutschland braucht Mariens Hilfe!“ – und Maria braucht unsere wie z.B. beschrieben bei:
    http://www.mariens-hilfe.org – besser gesagt: wie sie uns selbst seit Jahrzehnten und Jahrhunderten anfleht. Sollen ihre kirchlich anerkannten Erscheinungen denn etwa nur einem Unterhaltungsprogramm oder einer Volksbelustigung dienen? Ist sie darum von Gott gesandt? Weint sie darum an so vielen Orten der Welt? Gott sei Dank wird die Königin des Himmels und der Erde wenigstens von ein paar Menschen für voll genommen. Doch mit Verlaub: es sind echt zu wenig. Wann wird Gott denn wieder überall bei uns in seinem Volk wohnen dürfen, damit sich endlich Friede, Leben und Freude ausbreiten darf in Fülle. Maria würde das dann wohl kommentieren mit dem Satz:“Mein unbeflecktes Herz wird triumphieren!“ – Allein aufgrund des Triumphes des einzigen Königs und Herrn, Ihres, meines doch auch Kardinal Marx und aller Bischöfe Herrn oder etwa nicht? – doch wer will das hier überhaupt? Insbesondere von den Herren? Bitte fragen Sie doch mal bei den Herren Bischöfen nach, wenn Sie sie irgendwo treffen, ich frag mich hier unter uns auch schon durch, so gut es geht, doch ich stelle fest, das Interesse daran hält sich dabei jedoch echt noch in Grenzen. Können Sie mir aber das mal erklären? Hoffentlich haben Sie mehr Glück als ich!

  5. Gudrun Wasserfaller

    Sehr geehrte Frau Blesl entschuldigen Sie bitte die Frage .
    Sie schreiben „Seit wann steht der Jünger über dem Meister?“
    Maria die begnadete Mutter des Herrn setzt alles auf Ihren Sohn.
    Auch die Mutter blickt auf Ihren Sohn auf .Zur Hochzeit von Kanaan ist Er auch Ihr Herr geworden.
    Ich war über die Maria Hilf Woche darin sehr betrübt dass danach eigentlich sehr viele Unglücke durch Unwetter geschehen sind.Ich dachte ,es wäre vll ein Ruf alles unter den Segen des Herrn zu stellen.?
    Es mag sein dass die Kirche den Auftrag hat durch das Vorbild der seligen und höchst begnadeten Mutter Maria zum Herrn zu finden.
    Doch auch die Mutter steht nicht über dem Meister und die Allmacht ist des Herrn allein,unser Fürsprecher beim Vater.
    „Liebe Gott über Alles“
    Dieses erste Gebot beinhaltet alle Seligkeit.
    Mögen alle Gläubigen Eins sein im Herrn ,der allerheiligsten Tür zum Leben.
    Die hl.Mutter ist eine unvorstellbar begnadete unter den Frauen,doch das letzendliche Ziel ist Gott und Jesus Christus König Retter und Erlöser ist die Tür zu Ihm.
    Ihm gebührt die höchste Ehre und ein gesegneter Bischof hat die Aufgabe die Herde zu Jesus zu führen das Ziel der „christlichen Kirche“ und bestimmt der heiligste Wunsch der Mutter weil unser Herr Retter und Erlöser ist.

    GW

  6. Gudrun Wasserfaller

    Sehr geehrter lieber Herr Bischof

    „Selbstgemachter Glaube“ein erweckender Impuls und
    kann wohl einzig durch die Wahrheit der hl.Schrift behoben werden.
    Es ist jedoch traurig zu sehen dass dies ,der gesamte Leib Christi sprich alle Gläubigen davon betroffen sind.
    Selbst die Kirche in leitender Funktion hat da und dort etwas „zusammengebastelt“

    Ein Auftrag an uns Christen die Wahrheit der hl Schrift wieder mehr in den Raum zu stellen „das Haus auf dem Fels zu bauen „damit es wieder „Festigkeit „hat.

    Wahrheit wird nicht gerne angenommen,macht unbeliebt wie wir es bei den Nachfolgern unseres Herrn gesehen haben .

    Ich wünsche Ihnen viel Kraft!

    Gottes Segen !

    GW

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