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Impulsvortrag beim Priesterabend: Kultur des Herzens I

In Priesterabende von Pressestelle1 Kommentar

Monatlich lädt Bischof Stefan Oster die Priester seines Bistums zu einem Abend des Gebets, der Reflexion, des Austauschs und der geselligen Begegnung ein. In den etwa 30minütigen Impulsvorträgen spricht der Bischof zumeist über Themen, die Leben und Dienst der Priester betreffen, an den sich dann auch noch ein offener Austausch anschließt. Beim Abend am vergangenen Montag ging es um einen ersten Teil in einer Reihe: „Überlegungen zu einer Kultur des Herzens“, ausgehend von dem Wort aus dem Buch der Sprüche: „Mehr als alles hüte dein Herz. Denn von ihm geht das Leben aus“ (Spe 4,23). Unten können Sie den Vortrag nach hören, die dazugehörigen Folien finden Sie hier.

Kommentare

  1. Susanne Moehring

    Im Audio-Vortrag nimmt S.E. Bezug auf Teresa von Avila, wie auch auf ein Bild aus der Heiligen Schrift, daß das Herz wie ein Haus ist, mit vielen Ebenen ggf. einem dunklen Keller oder auch verschiedenen Zimmern.

    Viele assoziieren mit diesem Bild wohl auch die bekannte Schrift von Teresa von Avila : Die innere Burg. Darin gibt es eine Stelle ganz zu Beginn des Wandeln von Wohnung zu Wohung, die wie folgt lautet :
    „Kehren wir nun also wieder zu unserer Burg mit jenen vielen Wohnungen zurück. Ihr dürft euch nicht vorstellen, daß diese Wohnungen wie aufgereiht eine hinter der anderen liegen. Richtet vielmehr eure Augen auf die Mitte, die das Gemach und der Palast ist, wo der König weilt, und stellt die Burg euch vor wie eine Zwergpalme, bei der viele Hüllen das köstliche Herzblatt umschließen. So liegen dort rings um diesen Raum viele andere Gemächer, und ebenso darüber. Denn die Dinge der Seele muß man sich immer in Fülle und Weite und Größe denken.“ …

    Und dennoch geht Teresa spirituell und literarisch den Weg von Wohnung zu Wohnung durch sieben Wohnungen, um den Weg des Herzens bzw. der Seele zu beschreiben und quasi einzuüben, wie es gelingen kann das EGO von seiner Zentriertheit auf die Offenheit für den Herrn zu wandeln ohne sich dabei selbst auf den Leim zu gehen oder mit einem Übergewicht im Verstand oder emotionaler Askese sich gänzlich zu verlieren.

    Das Buch „die innere Burg“ liest sich nach heutigen Sprachgebrauch ungewohnt und viele würden sagen auch umschweifig, aber um dem nachzuspüren was S.E. gemeint haben könnte, mit dem Herzen, das seine Offenheit darin suchen kann, wie es gelingt sich um Christi Willen das Leben zu verlieren, um es zu gewinnen (und eben nicht sich gänzlich irgendwohin zu verlieren), kann es eine bereichernde Lektüre sein.
    Es ist ganz klar eine Schrift einer Ordensfrau, die vor der Herausforderung stand ihren Orden geistlich zu erneuern und dabei vielen weltlichen Anfeindungen ausgesetzt war. Aber ihre Bilder der haben bis heute eine beeindruckte Aussagekraft.

    Auszüge aus diesem Buch der Weltliteratur aus dem 16. Jahrhundert finden Sie auch online unter :
    http://kath-zdw.ch/maria/teresa.avila-die_innere_Burg.html

    Oder für all jene, die weniger im Lesen spirituelle Impulse suchen, hier ein schönes Video gefunden auf Youtube :
    https://www.youtube.com/watch?v=fvfTVxgkWpo

    Oder auch von ihrem Zeitgenossen und Vertrauen Johannes vom Kreuz :
    https://www.youtube.com/watch?v=_MnEwaSdlnk

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