Hoffen auf die friedliebenden Muslime – Bestätigung, Widerspruch und Bitte um Differenzierung

In Wortmeldungen von Bischof Stefan Oster SDB8 Kommentare

Nach meinem Post mit der Anfrage an die friedliebenden Muslime, wo denn ihre kollektive Stimme bleibe angesichts des Terrors, mit dem auch ihre Religion missbraucht wird, kommt in vielen Kommentaren Mehrfaches: große Zustimmung, heftiger Widerspruch und die Bitte um Differenzierung. Für den Widerspruch und die Bitte um Differenzierung bin ich ebenso dankbar wir für die Zustimmung. Vor allem die ersten beiden erweitern den Horizont und zeigen auf Dinge, die ich nicht oder noch nicht gesehen habe. Daher zunächst hier dezidiert und sehr deutlicher Hinweis auf Widerspruch:
 
 
Und ja, ich bin auch mehrfach auf Aufrufe von Muslimen gegen den Terror hingewiesen worden, wie z.B. hier:
 
 
oder hier:
 
 
Dem entgegen stehen nun einige Muslime oder Fachleute, die die Dinge von innen und deutlich differenzierter als ich beurteilen können, aber dennoch ähnlich sehen wie in meinem Blog-Beitrag vom 15. Juli:
 
 
 
 
Und hier schließlich eine Rede des Vizepräsidenten der französischen Imame, Hocine Drouiche, zum Problem eines „europäischen Islam“ vor dem Europäischen Parlament. Der Mann ist inzwischen – nach dem Attentat von Nizza – von seinem Amt zurück getreten, unter anderem weil es schwer geworden sei, den Islam vom Islamismus zu unterscheiden, so seine Begründung.
 
 
Mir ist wichtig zu sagen: Ich halte eine inhaltliche Debatte über diese Dinge in unserem Land für sehr notwendig. Aber auch hier, wie meistens in gesellschaftlicher Wirklichkeit, sind die Dinge viel zu komplex und auch zu wichtig, um allzu schnell in Schubladen dessen, was politisch korrekt oder unkorrekt ist, eingeteilt zu werden. Und ich hoffe sehr, dass auch diese Debatte sachlich verläuft und vom Wunsch begleitet bleibt, in der Suche nach der Wahrheit auch dem Frieden und der Verständigung zu dienen. Den Wunsch, die friedliebenden Muslime mögen sich besser solidarisieren und Gehör verschaffen, halte ich aufrecht. 

Kommentare

  1. Gudrun Wasserfaller

    Bitte ,sehr geehrter,lieber Herr Bischof ich bin nicht berechtigt Ihnen was zu empfehlen bitte verzeihen Sie wenn ich dennoch dazu etwas sage.“Zwei Bibelstellen Epheser6,12 und Matth.10,34
    wie Lukas 12,51
    So ich Gottes Wort richtig verstehe ,deutet auf einen Kampf hin der aus meiner Sicht nur im geistigen Kampf und ringen zu besiegen ist.
    Ich ehre zutiefst Ihren Mut,doch denke ich diese Situation haben die Politiker zu regeln .Wir mögen doch uns zum Gebet vereinen und dass Unsere tun
    Wenn wir uns versammeln beten und flehen wird Gott uns das Heer der Engel senden
    Die Mächte der Finsterniss sind nur so zu besiegen.
    Machen wir die Augen auf „Es ist ein Gericht über die Sünde der Menscheit“
    Nur Buße ,beten und flehen kann uns helfen.
    Gott weiß was er tut und zuläst
    Wenn wir nicht mehr so sündhaft leben ,vll wird dann das selbst zugezogene Gericht abgewendet,und nur Gott allein hat Macht über diese Finsternis.

    Machen Sie sich nicht zum Sündenbock für Schuld die andete Menschen begehen und begangen haben.

    Bitte rufen Sie auf zu Gebet ,Buße Umkehr und Sühne tun Sie als Gesandter und Hirte Gottes das Ihre dann mag kommen was unter Gottes Gnade möglich ist.
    Der Frieden ist eine Person.
    Jesus Christus.
    Mögen wir uns in Ihm vereinen ,und ringen wie im Ölgarten.
    der Herr wird nicht an uns vorüber gehen

    Seien Se behütet und gesegnet und wenn ich nur ein Laie bin mögen meine Impulse hoffentlich Segen bringen

    „Seid klug wie die Schlangen doch arglis wie die Tauben.

    Mit Dank und Gruss

    GW

  2. Chris Haller

    Gott weiß was er tut und zulässt! Wer gibt einem Menschen die Macht so etwas zu behaupten, Gott weiß was er zulässt. Welcher Gott denn, der Gott von Moses oder der von Mohamed oder der von Jesus? Es gibt noch viele Erdenbürger mehr die noch andere Götter angepriesen hatten. Wenn Gott weiß was er zulässt, frage ich mich, warum dann Hitler neun Attentate überlebte? Wurde er von Gott noch gebraucht um Millionen Menschen zu töten? Logisch denken ohne Furcht ist weitaus tragfähiger als alles andere was so angenommen wird auf dieser Welt.

    1. Johannes Schäfer

      „Logisch denken ohne Furcht ist weitaus tragfähiger als alles andere was so angenommen wird auf dieser Welt.“ Ich kann Ihren Gedanken nur zustimmen. Allerdings unter einer Voraussetzung: Keiner von uns kann erwarten – Gott handelt nach unserer Logik. Sie kennen doch „Meine Wege sind eure Wege und Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“.
      Gott weiß durchaus, was zulässt, sonst hätte Er Defizite.

  3. Gudrun Wasserfaller

    Chtis Haller es geschieht Alles nur deshalb weil die Gesellschaft ohne Jesus Christus lebt.
    Seine Gebote wirken allem Bösen entgegen.
    Es gibt eine Chance des wahren Friedens und der Umkehr .
    Das Leid dient der Umkehr damit die Menschen erwachen vom bösen Eigenwillen und auf ewig nicht verloren sind.
    Gott würde nie was Böses tun und er hat die Menscheit oft ermahnt abzulassen von bösen Werken. Ohne Jesus Christus zu leben bedeutet dass der Weg zum Vater nicht offen ist.Es bedeutet den ewigen „Tod’ein Leben in Finsternis ,weil Christus das Leben ist brauchen wir Ihn.
    Diese Entscheidung trifft der Mensch in seinem Eigenwillen.
    Wie geht es uns,wenn wir keine Sonne haben,nie mehr Sonne?
    So ist es wenn wir uns von Christus der Sonne des Lebens abwenden,dann leben wir in Dunkelheit,ebenso wie böse Menschen die irdische Attentate zwar überlebt haben doch ohne Reue gestorben sind.
    Das ewige Gericht oder die ewige Erlösung ,wir dürfen wählen.
    GW

  4. Attila Vogl

    Geehrter Herr Bischof,

    friedliebende Muslime sind nicht mit friedlebende Muslime zu verwechseln. Bereits im Koran steht, dass ihre Religion mit Feuer und Schwert zu verbreiten sei.

    Ihre Religionsausübung, Aneignung bleibt Zwang, ohne feste Überzeugung, Bekehrung seitens der Imam. Das Festhalten der Gläubige an dieser Religion sowie die perverse Auswuchse die zur Terrorismus geführt haben ist indirekt ein Folge der dekadent-westliche materialistische Gesellschaft. Insofern haben wir für die Entstehung der IS mit beigetragen.

    Warum suchen Sie als aufrechte Katholik, den Jesuiten ähnlich, nicht das Gespräch mit den jungen Flüchtlingen die zur Islamismus tendierten. Sie müssen Sie nicht bekehren oder dem Konversion zuführen, aber dessen Verständnis von Vorgaben der Koran und das Friedlieben wäre gewiss ein interessante Aspekt der Erörterungswürdig wäre.

    Diese Art von Zuwendung hat bereits auch Don Bosco getan mit den Folgen, den Sie konkret auch heute noch befolgen.

  5. Gudrun Wasserfaller

    Der Friede ist eine Person.Jesus Christus.
    Welch Leid auch geschieht,er ist die Antwort aus jedem Elend,und Leid.
    Mögen die Menschen sich von Ihm finden lassen,dafür bitte ich
    GW

  6. Florian M

    Sehr geehrter Herr Bischof,

    viele Dinge, die in letzter Zeit auf dieser Welt offenbar aus falsch verstandenem Glauben heraus passieren sind grausam und erinnern eher an das Mittelalter als an die heutige Zeit. Da gibt es zu viele Menschen, die die Bedeutung der Worte Menschlichkeit, Nächstenliebe, Toleranz und Aktzeptanz wohl nie kennenlernen durften…oder es einfach auch nicht konnten. Wenn ein kleiner Teil dieser Menschen nun Waffen in die Hände bekommen und von Fanatikern angetrieben werden, passiert Schreckliches. Ich habe aber auch den Eindruck, dass -ähnlich wie bei nicht religiös begründeten Gewalttaten- viele dieser Täter auch von Natur aus „benachteiligt“ sind und so erst radikalisiert werden können. Man darf aber auch nicht ganz vergessen, dass viele dieser Menschen aus Kriegsgebieten kommen und Schrecklichstes erleben mussten…..oder auch selbst getan haben. Auch wenn das keinerlei Rechtfertigung für irgendwelche Taten und Verhaltensweisen (nirgendwo!) sein darf, ist das wohl auch ein Hauptgrund für die jetzt auch bei uns auftretende Gewalt.

    Was kann man dagegen tun? Konkrete Schritte, Ratschläge etc. von religiöser Seite sind schwierig, insbesondere wenn sie nicht aus der „eigenen“ Glaubensrichtung kommen. Und wenn geistliche Vorbilder dann auch noch Grundsatzdiskussionen austragen und mit -wie auch immer gestalteten und verstandenen- Statistiken und Zitaten belegen meinen zu müssen, dann hilft das wahrscheinlich wenig Radikale von ihrem Tun abzuhalten.

    Was wäre aber, wenn die Religionsführer dieses Landes, in Europa oder auch darüber hinaus gemeinsam versuchen würden die wichtigsten Grundwerte des Lebens, des Glaubens und Miteinanders zu formulieren und gezielt zu kommunizieren? Gemeinsam in den wichtigsten Sprachen, Bildern und Formen in gemeinsamen Statements, Video-Clips, Plakaten etc.? Die in allen Glaubensgemeinschaften auch einheitlich verbreitet werden? Und das kontinuierlich und nicht nur bei Trauer-Demonstrationen etc.?

    Ich vermute, dass nur ein derartiger Brückenschlag wirklich eine Chance gegen den Fanatismus hat. Und dazu müssen alle Möglichkeiten & Medien unserer Zeit eingesetzt werden. So etwas fehlt mir heute sehr!

  7. Gudrun Wasserfaller

    Ich finde als Erstes gehört einmal die Tötung an den Ungeborenen bekämpft die Todesanzahl ist weitaus größer,vll wird dann doch Einiges an Mahnungen ausbleiben.
    Wir mögen die wahren Ursachen sehen.
    Was der Mensch sät ….an Sünden wird er ernten.

    Die Blindheit den Sünden gegenüber ist das Problem.
    Die Frucht ist schlecht wie die Menschheit.
    Nicht ein Gerechter?

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